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2008 - Jahr der Tränen

Dr. ...


2008 - Jahr der Tränen

2008 soll für die Vertragsärzte das "Jahr der Tränen" werden - laut KBV-Chef.
Warum jagen wir diese unfähigen "Vertreter" nicht zum Teufel?
Warum sind Ärzte zu feige um deutschlandweit zu streiken?

Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 74 Ärzte verfolgen diese Diskussion
4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Das Problem sind nicht die Personen, die ja keine "Interessenvertreter" im eigentlichen Sinne sind, wie wir es von den Gewerkschaften her kennen und sich dann auch entsprechend für uns einsetzen könnten, sondern es sind "Verwalter", die seitens des Gesetzgebers auf unsere Kosten (wir bezahlen sie) uns deren Vorgaben zu vermitteln, zu kontrollieren und auch aufzudrücken haben. Sobald einer von ihnen sich zu weit aus dem Fenster lehnt, hat er eine Klage wegen Amtsmißbrauch am Hals - eine geniale Lösung unserer Politik-; Erfolg können wir nur auf die Art des Marburger Bundes haben, also gewerkschaftsartig organisiert, dann auch mit deren Möglichkeiten nicht Alles hinnehmen zu müssen. Wir waren 4 mal in Berlin, jedoch zuletzt nicht mehr als Einheit und mit immer weniger Unterstützung aus den eigenen Reihen, da zuviele immer noch glauben es wird schon irgendwie gehen. Wir haben leider, durch den Sicherstellungsauftrag und auch bei vielen durch eine Abhängigkeit von den Banken, eine Situation in der wir nicht konsequent "streiken" können. So kann die Gesundheitspolitik weiter ihre "soziale Erpressung" (Zitat aus der Welt) mit uns durchziehen. Nur wenn wir uns als Einheit auch außerhalb der KV in Gesundheitsverbänden o.Ä. organisieren haben wir eine Chance als Freiberufler zu überleben. Wir müssen der "Fremdbestimmung" durch unsere Volksvertreter, die schon lange nicht mehr nur nach "ihrem Gewissen" Entscheidungen treffen, entgegenwirken und unseren Patienten und damit den Bürgern klarmachen, daß sie zuerst den Facharzt in der flächendeckenden Versorgung verlieren und dann auch den Hausarzt in der Nähe. Ihre zukünftige Versorgung wird in MVZ (Polikliniken) stattfinden, die sie wahrscheinlich dann kaum noch als älterer Bürger erreichen können. Das Vilmar-Wort vom "sozial verträglichen Ableben" kommt einem da rasch wieder in den Sinn.
Discender

Dr. ...Dr. ...
Anästhesiologie allgemein, Allgemeinmedizin

Ich hätte es härter und klarer formuliert....als "Leistungserbringer" bzw. "Last Gladiator" !
Naja....wandere aus !

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Mit dem EBM2008 wird nun unverblümt klar, daß die Politik
die wirkungvollen Mittel in die Hand bekam - von unsern KV-Vorständen ausgetüftelt - die medizinische Versorgung in Deutschland herunterzufahren:
Die sprechende Medizin wurde putschartig abgeschafft -> Bauernlegen vom feinsten:
Die MVZ's erhalten für den Fließbandbetrieb dieselbe Verischertenpauschale wie der kleine Hausarzt, der seinen Patienten Zeit gibt zum Hören und Reden.
Beabsichtigt ist also, den "Tante-Emma-Arzt" um die Ecke zugunsten der "Supermarktärzte" eingehen zu lassen.
Dr.Carsten Vilmar hatte damals schon recht, als er vom "sozialverträglichen Frühableben" sprach, weil der Zugang zu den entfernten MVZ's gerade für die Älteren, Kränkeren immer schwieriger wird.
Können wir uns dagegen noch wehren? Auch die freien Ärzteverbände scheinen daran kein Interesse zu haben.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Die AOK Baden-Württemberg setzt mit ihrer "Hausarztzentrierten Versorgung" (HzV) noch eins drauf in der von mir (Wolflohm) bereits beschriebenen Konsequenz: Nun hat sie auch die Besuche abgeschafft, zusammen mit den Ärzteverbänden MEDI und Deutscher HAUS-Arztverband. Besuche sind in der Pauschale inbegriffen, wie Gespräche und fast alles andere.
Auch hier werden die MVZ's von den Haus- und Landärzten subventioniert. Bis wann gehen uns Ärzten die Augen auf, daß hier eine Verfolgung der Älteren und Schwächeren angebahnt wurde und konsequenz in die Tat umgesetzt wird.

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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Gesundheitspolitik, Allgemeines,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
vertragsärzte, kbv, streik

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04