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Amalgam-Füllung in Schwangerschaft oder Stillzeit ...

Dr. ...
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Amalgam-Füllung in Schwangerschaft oder Stillzeit entfernen?

Hallo!

Eine nahe Freundin ist derzeit schwanger (Termin Ende Oktober), und ihr Zahnarzt hat ein Loch neben einer Amalgam-Füllung entdeckt. Er meint, für die Schwangerschaft stelle es kein Problem dar, und möchte die Füllung herausbohren und ersetzen.

Einerseits stellt sich da die Frage, womit der Ersatz erfolgen sollte, und andererseits, ob eine Entfernung der Füllung in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit überhaupt erfolgen sollte...

Und wenn dann, lieber je später in der Schwangerschaft, je besser?

Eine ausführlichere Pubmed-Suche zeigte mir eine eher ablehnende Haltung zu Amalgam in der Schwangerschaft. Aber keine praktischen Tips zum Problem.

Nun ist das Loch aber da, und bis Ende Oktober plus ein Jahr Stillen ist noch lange hin.

Wie würden Sie vorgehen?

Danke und viele Grüße!

Abstimmungsergebnis

Wann würden Sie eine desolate Amalgam-Füllung bei einer Schwangeren entfernen (lassen)?

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Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 117 Ärzte verfolgen diese Diskussion
7 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Zahnmedizin

Neue Amalgamflg. ist kontraindiziert.
Alte Amalgamflg. nur unter Kofferdam herausbohren ( das ist ein Isoliergummi, durch das nur der betreffende Zahn schaut, das ihn von der Mundhöhle trennt, sodass keine Amalgamreste verschluckt werden können)
Behandlungszeitraum optimalerweiser im 4.,5. u.6. Trimeneon. Das ist diesem Fall jetzt, also Mai, Juni, Juli
Wichtig ist die Wahl des Anästhetikums. Es sollte eine hohe Plasmaproteinbindung haben. Dadurch wird ein Übertreten über die Plazentaschranke in den Blutkreislauf des Kindes verhindert. Articain ist hier in der
Schwangerschaft das Lokalanästhetikum der Wahl. Handelsname z.B. Ultracain

3 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Zahnmedizin

d.h. ich würde die Flg. jetzt machen und zwar mit Kunststoff (Goldstandard ist hier Syntac(=Kleber)und TetricEvoCeram(=Kunststoff) damit die Karies nicht größer wird. Lebensdauer von durchschnittl. 10 Jahren. Das gibt der Mutter genug Zeit sich später immer noch zu einer dauerhaften Versorgung zu entscheiden wie z.B. Gold oder Keramikinlays ( 25 Jahre im Schnitt).

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie, TCM

Und vielleicht noch etwas Selen 1 Tag vor und direkt nach der Behandlung um eventuell freigewordenes Amalgam gleich zu binden. Es gibt Trinkampullen zu 100yg,die sind in der Schwangerschaft kein Problem.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie, TCM

....der Chelatkomplex wird dann mit ausgeschieden...

3 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Gynäkologie

Wollen wir die ganze Sache mal nicht uebertreiben, vielleicht ein bisschen a d Teppich bleiben? Es koennte vielleicht mal sein, un df vielleicht auch usw.
Schon Jaaaahre wurde ein Zahn mit Karies behandelt. Erste Triminon ist sowieso vorbei. Ob unbedingt eine Beteubung gesetzt werden muss?????. Aber OK es gibt o.g. Anaesthtica.
Die Moeglichkeitv Amalgam zu schlucken ist wohl sehr gering. Anderseits werd durch Kaubewegungen doch andauernd, sei es zwar gering, Algan abgeschliffen und sicher mit runtergeschluckt oder?
Also Zahnbehandlung angesagt.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Prothetik, Zahnerhaltungskunde

Das Schlucken von Amalgamkrümeln ist nicht das Problem. Hg- Quecksilver wirkt nur auf inhalativem Weg toxisch, also beim hochtourigen Rausbohren. Ich würde Amalgam-Füllung so weit als möglich drin lassen, manuel mit Excavator (ähnlich einem scharfen Löffel) oder langsam drehendem Rosenbohrer gründlich Karies entfernen, wie beschrieben Composite-Füllung machen und nach dem Abstillen Gesamt-Amalgamfüllung-( dann auch gern mit Cofferdam)entfernen. Pat.in möge abwägen, ob jetzt Lokal-Anästhesie nötig, ich denke, da Kollege Winz-defekt entdeckt hat und Pat.in keine Schmerzsymptomatik hatte nicht nötig. Behandlungsstress macht endogene Adrenalin-Ausschüttung und die sollte man vermeiden. Pat.in sagt, was Sache ist.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04