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Arzt verlangt 50 Cent- Reaktion auf das Deutsche G...

Dr. ...
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Arzt verlangt 50 Cent- Reaktion auf das Deutsche Gesundheitssytem

Liebe Kollegen,
ich würde gerne ein amüsantes, aber dennoch ernstes Thema zur Diskussion stellen.

Auf den Kostendruck im Gesundheitswesen reagiert ein Nürnberger Arzt auf bizarre Weise: Von seinen Patienten verlangt er seit Jahresbeginn eine Toilettengebühr in Höhe von 50 Cent! Pro Quartal, so beklagte er sich, bekomme er für jeden Patienten im Schnitt nur 30 Euro. Davon müsse er alles bezahlen - Geräte, Personal, Betriebskosten. Da könnte sich eine Toilettengebühr für ihn sogar rechnen: "Wenn der Patient jeden Tag für 50 Cent zum Urinieren kommen würde, dann verdiene ich daran mehr, als wenn er zum Spritzen kommt."
Patienten nennen die Zusatzgebühr dagegen schlicht "unverschämt".

Wie beurteilen Sie das Verhalten dieses Arztes? Sind die deutschen Ärzte mittlerweile so frustriert, dass bereits solche Maßnahmen ergriffen werden? Wie empfinden Sie die Vergütung des Deutschen Gesundheitssystems
Freundliche Grüße

Abstimmungsergebnis

Wie beurteilen Sie das Verhalten des Mediziners?

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Diskussion

17 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 379 Ärzte verfolgen diese Diskussion
7 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Auf welch wunderliche Einfälle kommen wir Mediziner denn noch alles??
Aber wenn einem ständig zugesetzt wird,verwundert das nicht.

7 von 8 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Den Kollegen kann ich zu seinem Einfallsreichtum nur neidlos beglückwünschen. Ja es stimmt, dass Kassenärzte - insbesondere wir Hausärzte vom Kassensystem hoffnungslos unterbezahlt sind, so dass man sich nur glücklich schätzen kann, wenn man eine sparsame Familie hat. In Deutschland muss endlich politisch alles dafür getan werden mit dem Vorurteil - Ärzte würden viel Geld verdienen - zu brechen; ich kenne zahlreiche Kollegen, die sich ihre Gesundheit für diesen politisch legalisierten Hungerlohn angesichts stetiger Bereitschaft - denn ein guter Arzt ist ja immer für seine Patienten da - restlos ruinieren ließen. M.E. ist die Zeit überreif, dieser unverschämten Gesundheitspolitik mittels kollektiven Ungehorsams die rote Karte zu zeigen!
Hierbei gilt es, der übermächtigen Industrie, die immer noch - und heutzutage mehr denn je - Preise für Medikamente u. Verbrauchsmaterial speziell in der BRD viel zu hoch ansetzt, die Zähne zu zeigen. Dies ist aber mit einer langweiligen großen Koalition, in der nur geschwafelt wird, undenkbar!

4 von 6 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Allgemeinmedizin

Ich finde diese Reaktion verständlich und mit gutem menschlichen Verstand erklärbar. Egal, wie die Mächtigen sich entscheiden. Letztendlich soll es nicht auf unseren Schultern lasten. Man behauptet seit einiger Zeit, die Medizin sei keine Kunst, sondern eine Dienstleistung. Also, Kaufhäuser erheben die Gebühr als Dienstleister und wir folglich auch. Man muss nur konsequent bleiben.

6 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Strahlentherapie

Mit Igel und "Pipigebühr" werden wieder nur die Patienten belastet. Ich frage mich immer wie lange es wohl noch dauert, bis die Ärzteschaft sich endlich einmal gegen die richtigen Leute wehrt. Über Rückgabe der Kassenzulassung oder Massnahmen gegen KV und/oder Gesetzgeber wird immer nur verhandelt. Wer hat eigentlich zuletzt Ulla Schmidt behandelt - und wie ?????
Andere Möglichkeit ist natürlich, dass es uns noch zu gut geht ?

2 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Urologie

SEhr geehrte Kollegen,
um an dieses Thema anzuknüpfen, habe ich einen Beitrag des Ärzteblattes zur Diskussion gestellt. " Bayerische Hausärzte diskutieren über Rückgabe der Kassenzulassung". http://www.esanum.de/fragendetail/1684 />
Arzt10939 hat dieses Thema bereits angesprochen.
Freundliche Grüße

5 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich finde es lächerlich, Geld für den Toilettenbesuch zu erheben. Das sind doch peanuts und dadurch macht man sich doch bei den Patienten unmöglich.!!!

Ich finde es müsse endlich mal ein Ruck durch die Ärzteschaft gehen, die ZUSAMMEN mit den Patienten gegen diese fürchterliche Gesundheitspolitik protestieren sollten.

4 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Wenn Kollegen auf so bekloppte Einfälle kommen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn dies von Politikern und Medien dazu genutzt wird, unseren ganzen Berufsstand zu diffamieren und unseren leider ja nur zu begründeten Protest als unseriös abzutun. Ich denke auch, daß es sinnvollere Möglichkeiten gibt, die Patienten über unsere beklagenswerte Situation zu informieren. Wir müssen einsehen, daß wir mit ihnen (meistens) in einem Boot sitzen und uns nicht gegeneinander ausspielen lassen dürfen von Kassen, Politik und Pharmaindustrie!

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Bravo, Medi 4548 !!!!! War doch mein Reden hihi, aber mir fehlten die passenden Worte!!! Ein Ruck duch Deutschland und die Ärzteschaft, wachwerden, eh wir umsonst arbeiten.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich meinte nicht "umsonst", sondern KOSTENLOS, verwechle ich schon mal.

1 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Das ist bitterer Ernst: Ein Facharzt für Urologie als promovierter Toilettenmann. Soviel Respekt verdient ein Arzt in Deutschland!

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

Ich finde es lächerlich, eine Toilettengebühr zu erheben. Man sollte wohl kaum die Problematik im Gesundheitswesen zu Lasten der Patienten austragen. Wenn der Kollege sich auf das Niveau einer Toielttenfrau herabläßt, kann es mit ihm wohl nicht weit her sein.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich setze das mal in Relation zur HPV-Impfung: Sie saugt bei fraglichem Nutzen und fraglicher Sicherheit 450 € aus dem System. Der Patient uriniert ganz sicher für 0,50 €. Trotzdem werde ich keine Toilettengebühr erheben - komme was wolle!

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Anästhesiologie allgemein

Wer pinkelt endlich mal Ulla ans Bein ?? ohne 50 cent.
Wir alle sollten endlich aufwachen und aktiv werden.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Wieviel mehr Geld würde ich wohl bekommen, wenn alle Ärzte nur erbrachte Leistungen abrechnen würden und nicht offensichtlich unnötige Leistungen erbringen täten? Oder weniger Krankengymnastik verschreiben würden - oder nicht die Wünsche ihrer Patienten, sondern die medizinisch notwendigen Maßnahmen durchführen ließen ...

Mehr Honorar durch zusätzliches Geld im System wäre natürlich immer gut.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Es gibt viele Gebührenmöglichkeiten:
-Toilettenpapier (Blattweise berechnen!)
-kleine Sromgebühr (Ptient auf dem Bildschirm)
-Wassergebühren (1x Toilettenspülung)
-O2->Praxisluft einatmen
-und viele andere Peinlichkeiten

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

wenig hilfreich,ernsthafte Vorschläge wären nützlicher,aber
an welches Adressat??
Vielleicht bleibt uns wirklich nur noch der Galgenhumor.
Peinlich sind allerdings die öffentl.Darstellungen und "Auftritte" unserer Politiker und Funktionäre gleich welcher Couleur.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

wir erheben eine T-Gebühr von Passanten, die mal kurz beim Einkaufen zur Toilette müssen. Meine Patienten dürfen kostenlos , auch wenn manche das Klo völlig versauen.
Die fühlen sich dann wie in Ihrer Heimat - Heimweh ist so einfach zu kurieren.

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Die Sache hat ja prinzipiell den Charme, daß man vermeintlich entstehende Kosten "weitergibt". Das Problem ist aber: das vermieten einer Toilette (darum handelt es sich ja strenggenommen) ist keine ärztliche Tätigkeit, somit gewerbesteuerpflichtig und "infiziert" steuerrechtlich die anderen Einnahmen aus der Praxis. In der Summe kann man dabei also wieder Minus machen.

Sinnvoller wäre, eine "ärztliche Beratung zum sorgenfreien Wasserlassen" abzurechnen. Dabei ist man mit 50 Cent jedoch nicht dabei, muß man doch mindestens 1-fach GOÄ abrechnen (Ziffer 1, macht 4,66 Euro). Zu diesem Preis werden es sich dann die meisten Patienten doch verkneifen und möglicherweise den Doktor meiden...

Somit kommt man in eine ganz verfahrene Situation. Fazit: die Idee ist nicht gut genug, um sie zur Nachahmung zu empfehlen.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

hinsichtlich der Infektion mit gewerbesteuerpflichtigkeit kann ich nur sagen, daß mir diese elende Staatsquote mehr als nur stinkt

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

"Wenn der Patient jeden Tag für 50 Cent zum Urinieren kommen würde, dann verdiene ich daran mehr, als wenn er zum Spritzen kommt."

Tja, genau hier ligt doch das Problem. Eine gute medizinische Versorgung wird doch von der Gesundheitspolitik und den Standesvertretern nicht honoriert, was durch diese Aktion wohl jedem bildlich vor Augen geführt wird... Jede Aktion, die auf die aktuellen Mißstände aufmerksam macht ist begrüßenswert.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Allgemeinmedizin, Urologie, Gesundheitspolitik, Allgemeines,

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kostendruck, 50 cent, gesundheitswesen

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23