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Chronische Urtikaria

Dr. ...
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Chronische Urtikaria

Seit fast 5 Jahren leidet eine 35 jährige Patientin an einer chronischen Urtikaria. Diese ist stammbetont, jedoch auch an den proximalen Extemitäten. Weder eine orale Steroidmedikation noch die vom Dermatologen verordnete Dapson Behandlung haben einen völligen Rückgang des Hautbefundes erreicht. Lokale Therapieversuche sind wegen der Größflächigkeit sicher nicht sinnvoll, wurde am als Test an einem Oberschenkel probiert und brachten nur einen vorübergehenden Befundrückgang. Eine allergologische Diagnostik und der Ausschluß von parasitären Erkrankung ist ohne Resultat erfolgt. Tolerabel ist der Pruritus unter 2 x 10 mg Ceterizin und 2x1 Dapson, aber sicher keine befriedigende Lösung (auch wegen der ständigen Laborkontrollen für BB und Methämoglobin). Wer kennt Alternativen?

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 62 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Vielleicht könnte auch die Kombination eines H1-Blockers(GASTROZEPIN) und eines H2-Blockers (RANITIDIN) oder auch ein Versuch mit e. Leukotrien-Antagonisten (SINGULAIR) Hilfe bringen, zumal diese rel.NW-arm sind.
Discender

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Singulair konnte den Verbrauch von Ceterizin senken und damit auch die Müdikeit reduzieren.
Unticaria etwas weniger, aber leider nicht weg. Danke

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Ist eine Mastozitose ausgeschlossen? Arbeitsexposition?

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Mastozytose ist ausgeschlossen. Arbeitet im Kindergarten in der Küche, hat die Urtikaria aber auch in den Ferien.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Dapson ist üblichweise die Therapie bei Urtikariavaskulitis. Bei schweren Fällen einer CU wird Cyclosporin A empfohlen, ansonsten auch eine bis zu 4 fach erhöhte Antihistaminika-Dosis (siehe hierzu den Artikel in einem der letzten Ausgaben des D-Ärzteblattes). Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit H1/H2-Blocker in Kombination mit einer niedrigen Steroid-Dosis gemacht.

Eine zusammenfassende Übersicht zur CU findet sich hier:

http://www.alles-zur-allergologie.de/Alle ... .html

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Ursachensuche wirlich vollständig?
Autoimmunparameter SD, HP, Yersinien, HNO-, Zahnfocus, Viral?. NSAR?...
Guidelinegerecht antherapieren! bis 4x Antihistaminikum, ev. auch Präparat wechseln, kann manchmal auch helfen. Bei fehlender Besserung Anbindung an Urticaria Zentrum zur Einleitung Therapieformen mit geringerem Evidenzgrad.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Ich darf diesbezüglich doch noch einmal auf den Artikel von Maurer et al im Deutschen Ärzteblatt hinweisen.

Glaubte ich bisher auch, dass es sich bei der CU in den meisten Fällen um eine Infekturtikaria handelt, verstehe ich diesen Prozess doch mittlerweile eher als autoreaktive Urtikaria.

Wer hatte denn in der Praxis jemals Erfolge bei der Fokussuche?

Allenfalls Einzelfälle... die in ewiger Erinnerung bleiben.

In der Praxis spreche ich diese Fokussuche allenfalls als Möglichkeit an - von einer Durchführung bin ich jedenfalls nahezu vollständig abgerückt. - Entscheidend ist lediglich, den Patienten erscheinungsfrei zu bekommen...

In aller Regel erledigt sich die CU und sei es auch nach Jahren von selbst.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Dermatologie, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt),

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
chronische urtikaria, steroide, pruritus, ceterizin, dapson

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23