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COPD: Ihr Patient im Fokus

Dr. ...
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COPD: Ihr Patient im Fokus

Fragen rund um den CME-zertifizierten Fortbildungsvortrag können hier an den Referenten gestellt und diskutiert werden.

Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 50 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Sehr geehrter Kollege,
ab wievielen Exazerbationen pro Jahr wann würden Sie sagen, dass es sich um gehäufte Exazerbationen handelt? Zwecks Ansetzung von Steroiden.

4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Pulmologie

Sofern Exacerbationen häufiger als 1x jährlich auftreten, ergibt sich die Indikation zur Therapie mit inhalative Steroiden. Dabei muss daran gedacht werden, das jede Exacerbation die Prognose der Erkrankung verschlechtert

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Neurologie

Das würde mich auch interessieren.
Als extrapulmonale Manifestation wurde der Hormonmangel genannt. Um welche Hormone handelt es sich dabei?

4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Pulmologie

COPD Patienten haben gegenüber gesunden Kontrollpersonen ein 1.8 fach erhöhtes Risiko zur Entstehung eines Diabetes mellitus. Ganz offenbar beeinflusst diese Erkrankung die hormonelle Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels. Die auffällige Verschlechterung der Muskelfunktion sowie die Gewichtsabnahme z.B. beim Emphysem lassen einen relativen Mangel an anabolen Hormonen vermuten. Männliche COPD-Patienten wiesen erniedrigte Testosteron-Spiegel auf bei exacerbierter COPD, wobei die Reduktion des Testosteron Spiegels in direkter Korrelation stand zum Grad der Hypoxie und Hyperkapnie. Auch die erhöhte Inzidens von Osteoporose bei COPD lassen eine Imbalance im Haushalt der den nochenstoffwechsel regulierenden Hormone vermuten.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin, Dermatologie

Wieso kommt es eigentlich zu einer steigenden Mortalität bei COPD trotz Therapie und Anleitung zur Nikotin-Karenz?
Gibt es Statistiken darüber, dass die Zahl der Raucher steigt? Danke für den interessanten Vortrag und Gruß aus Kassel.

4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Pulmologie

Die Mortalität der COPD wird weltweit gezählt. Daher werden auch die epidemiologischen Daten von Schwellenländern und Dritte Welt-Länder miterfaßt. Die rasche Industrialisierung mit konsekutiver Umweltschadstoffbelastung z.B. in Ländern wie China und Indien erklärt die weltweit steigende Anzahl von COPD.
Das gleiche gilt für die Dritte Welt, in der die Bevölkerung explosionsartig zunimmt und damit auch die häusliche inhalative Schadstoffbelastung z.B. durch Holzverbrennung offener Feuerstellen. Auch wenn der Zigarettenkonsum in der westlichen industrialisierten Welt abnimmt, ist eine Zunahme des Zigarettenkonsums weltweit feststellbar, weil in der Dritten Welt immer mehr Menschen rauchen. Ein zusätzlicher Faktor ist aber sicher auch, das wir die COPD zunehmend besser erkennen und diagnostizieren, eben weil die Kosten für die nationalen Gesundheitssysteme so erheblich sind.
Der weltweite Anstieg des Zigarettenkonsums hat sich verlangsamt . Anhand der beigefügen beiden Grafiken lässt sich der Anstieg des weltweiten Nikotinkonsums bis 2000 sowie die Schätzung der Tabakinduzierten Todesfälle bis 2030 ablesen.

Grafik 1: Nikotinkonsum von 1970-2000
http://esanum.de/landing_pages/image001.jpg

Grafik 2: Schätzung der Tabakinduzierten Todesfälle
http://esanum.de/landing_pages/image002.jpg

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Pulmologie, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Allgemeinmedizin

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23