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Corneal Cross Linking bei Keratokonus

Dr. ...
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Corneal Cross Linking bei Keratokonus

Ab welcher Hornhautdicke ist Corneal Cross Linking bei Keratokonus sinnvoll bzw. der Benefit für die Patienten(-innen) am höchsten?

Diskussion

5 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 160 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie

Hallo!

Der Titel hat mich neugierig gemacht, da ich von dieser Technik noch nie gehört hatte. Leider kann ich daher auch nicht mit eigener Erfahrung dienen, aber hier habe ich folgendes gefunden:

http://www.uniklinik-freiburg.de/augenkli ... .html

"Einschluss-Kriterien

* Keratokonus in einem frühen Stadium (Kontaktlinsenversorgung möglich)
* Progredienz via Veränderungen in Brillen- bzw. Kontaktlinsenparametern (auch anamnestisch) oder keratometrisch
* Hornhautdicke > 450µm
* Lebensalter > 12. Lebensjahr

Ausschluss-Kriterien

* Weitere Augenerkankungen
* Ophthalmologische Voroperationen
* Schwangerschaft oder Stillzeit
* Allergie gegen Riboflavin
* Fortgeschrittener Keratokonus
"


Eine andere sehr gute Seite, die ich gefunden habe, ist diese:

http://augen.uniklinikum-dresden.de/seite.asp

Da steht als Fazit:
"Fazit: Bei Keratokonuspatienten sind alle 6 - 12 Monate Kontrollen erforderlich. Ist der Befund stabil, kann mit einer Brille oder Kontaktlinse behandelt werden. Liegt eine Progression vor, ist bereits im Keratokonusfrühstadium eine Kollagenvernetzung indiziert."

(Aber trotzdem die Seite besuchen, sehr informativ!)

Hoffe, diese Links sind auch für Sie interessant,

Viele Grüße!

4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Augenheilkunde

Persönlich behandlele ich Keratokonuspatienten bis zu einer minimalen Hornhautdicke von 350 Mikrometern mit dem UVA-Crosslinking.Offiziell ist die Behandlung auf 400 M. begrenzt, wobei hier eine Sicherheitsmarge von 50 Mikrometern besteht. Vermieden werden sollte in jedem Fall eine Vernetzung des Endothels. Eine Progression der Erkrankung sollte nachgewiesen oder wahrscheinlich sein (z.B. bereits Keratoplastik auf dem 2. Auge).

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Prof.Dr.KOHLHAAS(St.Johannes-Hospital Dortmund)verfügt mit diesem Verfahren bei mehr als 250 Patienten über ausreichende Erfahrungen (Der Ophthalmologe, Band 105-Heft 8 Seite 785 - 793). Die Hornhaut muß an der dünnsten Stelle mindestens 400 my dick sein. Mehrere biometrische Messungen sollen praeoperativ vorgenommen werden.
Die postoperativen Schmerzen als Folge der sind mit peroralen Analgetica und weichen Kontaktlinsen gut beherrschbar.Rezidive werden besonders bei jungen Patienten relativ oft beobachtet.
Nach letzten Berichten in der Literatur ist eine Epithelentfernung nicht erforderlich, weil Riboflavin das Hornhautepithel gut durchdringt.

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Korrektur des obigen Kommentars:
Im Satz : Die postoperativen Schmerzen als Folge der Hornhautabrasion sind ......(das Wort Hornhautabrasion fehlt !)

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Augenheilkunde

Es ist meiner Erfahrung nach nicht korrekt, daß das Riboflavin das intakte Hornhautepithel durchdringt. Eine Aufsättigung des Hornhautstromas ist für eine effektive Vernetzung Voraussetzung, weshalb unbedingt im Voprfeld eine Abrasio des Epithels durchgeführt werden sollte und mindestens eine viertel Stunde vorgetropft werden sollte.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Sehr geehrter Herr Prof.Dunke,
zur Methode der vermeidbaren Erosio corneae verweise ich auf die in der Ophthalmology Times (Oktober 2008) publizierte Arbeit von PINELLI (Brescia).

Dr. ...Dr. ...
FA für Augenheilkunde

Lieber Herr Kollege Widder,
vielen Dank für den hinweis auf die Arbeit von PINELLI.
Ihr
Gernot Duncker

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Als Erbauer des UV-X-Systems ist Miterfinder des Crosslinking wird unser Team um Theo Seiler in den nächsten Monaten neue Richtlinien zur Behandlung herausgehben. Die Hornhautdicke sollte nach Entfernung des Epithels mindestens 400 micron betragen. Kollegte Duncke hat mit der Sicherheitsmarge recht, nur möchten wir diese auch weiterhin bestehen wissen. Mittels hypoosmolarer Riboflavinlösung ist es nun möglich, auch dünnere Hornhäute zu behandeln, eine entsprechende Arbeit wird in Kürze erscheinen (Hafezi et al, JCRS, 2009, in press).

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Die Methode von Pinelli funktioniert leider nicht, was durch die Arbeiten von Mazotta et al aus Siena bezüglich der Riboflavinkonzentration im Stroma nach Gabe bei intaktem Epithel mittels HPLC im Tierversuch gezeigt wurde.

Dr. ...Dr. ...
FA für Augenheilkunde

Corneal crosslinking kurz XCL ist erstmalig dieMöglichkeit die krankhafte Vorwölbung der Hornhaut zu stoppen. Allgemein wird derzeit eine Hornhautdicke von 400µ für ausreichend empfunden. Neuere Arbeiten haben gezeigt, dass bei dünnerer Hornhaut ebenfalls ein XCL durchgeführt werden kann,man muss nur die Technik der passageren Hornhautverdickung beherrschen. Hafezi vom IROC in Zürich präsentierte diese neuen Ergbnisse. In der AaM Augenklinik Marienplatz München wird dies auch so gehandhabt.

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde

Lieber Herr Kollege Neuhann, ich stimme Ihnen völlig zu. Mittels hypoosmolarer Riboflavinlösung ist es möglich, die abradierte Hornhaut innert Minuten um 50 bis 100 micron schwellen zu lassen, um die erforderliche Mindestdicke zu erreichen. Die dazugehörige Arbeit ist in der Aprilausgabe des Journal of Cataract and Refractive Surgery zu finden.

Dr. ...Dr. ...
FA für Augenheilkunde

Bei der Berechnung der 400 µm Hornhautdicke ist eine Sicherheitsmarche von 50 µm einberechnet worden. Dies sollte bei den Behandlungen berücksichtigt werden. Ich persönlich würde keine Bedenken haben bis nominal 350 µm herunterzugehn.

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Augenheilkunde,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
corneal cross linking, keratokonus

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04