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DMP und HA-Modelle

Dr. ...
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DMP und HA-Modelle

Ich plädiere für eine Abschaffung der DMP und sämtlicher HA-Modelle. Damit hätte ich viel mehr Zeit für die Patienten. Das wünsche ich mir nach 30 Jahren HA-Praxis in Stuttgart.
Was wären Alternativen und Möglichkeiten?

Diskussion

1 Arzt beteiligt sich an dieser Diskussion, 24 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Da kann ich Ihnen nur beipflichten, siehe auch sinngemäße Äußerungen meinerseits im Zusammenhang mit anderen Kommentaren. Ich blicke auf 20 Jahre internistischer Hausarztpraxis zurück. Während eigentlich in unserem Arbeitsbereich die Zielrichtung die Ganzheitsmedizin ist, also den kranken Menschen im Gesamten zu behandeln, zielen die DMPs in die Richtung einzelne Krankheiten herauszufiltern und den Patienten in Krankheitssektoren einzuordnen, so daß seine Individualität immer mehr aufgehoben wird. Ich denke dies ist auch politisch so gewollt um eine Umstrukturierung unseres bisherigen Systems der individuellen Behandlung zu erreichen. Die Entindividualisierung ist letzlich Ziel einer staatlichen Medizin im Sinne: die Krankheit darf soundsoviel kosten und darüber hinaus werden keine Möglichkeiten der Versorgung mehr geboten. Die Hausarztverträge halte ich für reines "Blendwerk" um mit €-Beträgen und einem kleinen Zubrot die für die Basisversorgung elementar wichtigen Ärzte bei der Stange zu halten und insbes. damit auch die Bevölkerung zu beruhigen. Hintergrund ist dabei auch wieder für die Kassen auf diesem Wege (Verpflichtung DMPs zu fördern) an die Zahlungen aus dem Risikostrukturausgleich zu gelangen. Als Möglichkeit nicht vereinzelt diesem System hilflos ausgesetzt zu sein, sehe ich nur die Mitgliedschaft in regionalen Gesundheitsverbänden der Ärzte, die sich den Kassen gegenüber als Vertrags- bzw. Verhandlungspartner zeigen können, wenn sie einen entsprechend hohen Organisationsgrad (ca.70%) aufweisen. Wenn wir gegenüber den MVZs, die von den Klinikkonzernen und sicher auch bald von den größeren Krankenkassen getragen werden, eine Chance in freier Niedergelassenheit haben wollen, müssen wir uns in den genannten Formen organisieren. Vordergründig können dann mit diesen Gesundheitsverbänden und bereiten Kassen auch medizinisch sinnvolle, von den beteiligten Ärzten selbst entwickelte IVs (z.B. Hypertonie, Herzinsuffizienz u.Ä.) vereinbart werden. Dies konnte so z.B. im Raum BS,WOB,GF erreicht werden.
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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Gesundheitspolitik, Praxismanagement, Allgemeines,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
dmp, hausarztmodelle

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23