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Entwicklung einer vaskulären Demenz

Dr. ...


Entwicklung einer vaskulären Demenz

Entwicklung einer vaskulären Demenz aufgrund rezidivierender, thrombolisch kleinster cerebraler Ereignisse (z.B. bei Thrombophilie, zerebraler Atheromatose, Karotisplagues/ Karotisstenosen, Vorhofflimmern, u.a.)?
Gibt es hierzu z.B. MRT-basierte Untersuchungen bzw. Studien (hier u.a. Schädel-MRT)?

Diskussion

1 Arzt beteiligt sich an dieser Diskussion, 37 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Neurologie

Sehr geehrter Kollege,

eventuell hilft Ihnen diese Leitlinie weiter.

Leitlinie vaskuläre Demenz: http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/030 ... 8.htm
Die beste Skala für die Diagnose einer vaskulären Demenz ist entweder die ADDTC oder die NINDS-AIREN (B).
Eine Bildgebung mit einer MRT-Untersuchung wird heute gefordert, um vaskuläre Läsionen als Grundlage der vaskulären Demenz zu definieren und die Korrelation zu dem jeweiligen Ausmaß der vaskulären Läsionen und der Demenz festzulegen (B).
Die kraniale Computertomographie ist die erste und als Routinemethode oft schon entscheidende bildgebende Methode. Trotz auflösungstechnischer Nachteile kann diese Methode hilfreich sein, Patienten mit AD von solchen mit VD zu differenzieren (Meyer et al. 1995). Die vorteilhaftere Methode ist allerdings die Magnetresonanztomographie (MRT). Es werden wesentliche diagnostische und differenzialdiagnostische Informationen gewonnen (wie Infarktlokalisation, mikroangiopathische Veränderungen, Leukoaraiosis, Hydrozephalus, Tumoren, Atrophien etc.). MRT-Befunde sind mittlerweile schon Bestandteil von Diagnoseskalen. Spezielle MRT-Methoden, wie z. B. die Spektroskopie, tragen weiter zur Differenzierung der beiden Hauptdemenztypen bei (MacKay et al. 1996). Problematisch ist die Zunahme von Marklagerveränderungen im Rahmen des normalen Alterungsprozesses. Durch die weitere Verbreitung der MRT-Diagnostik und ihren großzügigeren Einsatz wurde vor allem bei älteren Patienten mit vaskulären Risikofaktoren (vor allem Hypertonie) eine große Zahl von anscheinend bisher asymptomatischen Marklagerläsionen gefunden (Roman 1996). In der bisher größten MRT-Bevölkerungsstudie wurden 3301 ältere Personen mittels Anamnese, klinischer Untersuchung, neuropsychologischer Tests, EKG, Labor, Lungenfunktionstest, Karotisultraschall und Herzecho, sowie MRT untersucht. Marklagerläsionen waren in dieser Studie vor allem mit höherem Alter, arterieller Hypertonie, eingeschränkter Lungenfunktion und schlechtem Einkommen assoziiert. Patienten mit Marklagerveränderungen hatten vermehrt kognitive Einschränkungen und Gangstörungen (Longstreth et al. 1996). Damit bleibt es möglich, dass Marklagerveränderungen als Gelegenheitsbefund nicht nur lediglich Ausdruck des normalen Alterns sind, sondern den Beginn der Veränderungen, welche in eine Form der VD münden, darstellen.

Mit freundlichen Grüßen

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Angiologie, Neurologie, Radiologie allgemein,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
vaskuläre demenz, thrombophilie, vhf, karotisstenose, karotisplaques

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04