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Fakten schaffen: BG- 12 gegen MS

Dr. ...
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Fakten schaffen: BG- 12 gegen MS

In Deutschland sind etwa 130 000 Menschen an Multipler Sklerose (MS)erkrankt, weltweit sind es 2,5 Millionen.

Neuigkeiten aus der Pharmaforschung lassen jetzt hoffnungsvoll aufhorchen: BG-12, ein Fumarsäure-Präparat, soll laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) die Schubrate bei Multipler Sklerose (MS) halbieren und auch MS-typische Schäden des Gehirns reduzieren. Die DGN bezieht sich dabei auf die DEFINE-Studie, die im Oktober 2011 auf dem Kongress ECTRIMS in Amsterdam vorgestellt wurde. Die Fakten sprechen also für sich.

Fumarsäure ist schon aus der Dermatologie für die Behandlung der Psoriasis vulgaris bekannt (als Fumaderm seit 2004 zugelassen) und damit die Verträglichkeit gesichert!

Der Zulassungsantrag wird dennoch erst für Sommer 2012 erwartet.

Worauf müssen wir hier warten?

Was erhoffen Sie sich von der neuen Substanz für ihre Patienten? Denken Sie, es könnte als neues First-Line-Medikament auf den Markt kommen?

Und an alle Dermatologen unter uns: Wie sind Ihre klinischen Erfahrungen mit Fumarsäure / Fumaderm bei Psoriasisbehandlung bezüglich Nebenwirkungen?

Mich interessiert auch der Preis für das „neue“ Medikament…

Falls Sie Interesse habe, sind hier zwei Links, die sich mit diesem Thema beschäftigen:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krank ... .html

http://www.zeit.de/2011/47/Multiple-Skler ... ite-2

Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 12 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Pharmakologie und Toxikologie

Vielen Dank für die interessanten Links!

Das hört sich ja nach einer zuversichtlichen Alternative zu Interferon an. Ob es sich wirklich als First-line Medikament beweist, wird sich wohl erst nach Zulassung herausstellen.

Bezüglich des Preises steht ja in dem von Ihnen bereitgestellten Link Folgendes: „Fumaderm ist mit drei Euro pro Tablette deutlich teurer, als der billige Ausgangsstoff erwarten lässt. Behandelte man damit einen MS-Patienten, käme man auf 4.400 Euro im Jahr. Die »neue« Substanz, befürchten Fachleute, könnte als MS-Mittel womöglich ähnlich viel kosten wie Interferon – 15.000 Euro pro
Jahr.

Profitieren wird davon also wie gewohnt nur die Pharmaindustrie.

Dr. ...Dr. ...
Neurologie

In der Visite-Sendung des NDR wurde ich vor Kurzem auch auf dieses Thema aufmerksam.
Hier der Link: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/vis ... .html

Was ich an der Sache besonders faszinierend finde, ist, dass es sich hier um eine strukturell einfache Substanz mit natürlichem Ursprung (Fumarsäure kommt vor allem in Pilzen und Flechten vor) handelt. Spannend ist auch die Wirkweise: dendritische Zellen werden durch DMF (DiMethylFumarat – ein körpereigenes Molekül) zu Dendritischen Zellen vom Typ 2 "umerzogen". Diese bieten Schutz vor Gewebszerstörung. Ein Wirkmechnanismus also der Neuroprotektion vermittelt. Ich hoffe demnach, dass wir das umbenannte (und kostenintensivere) Medikament bald auf dem Markt haben. Für MS-Patienten wäre es ein Segen, zumal Fumarsäure bestimmt auch als Tablettenform zur Verfügung stünde (?)

Noch eine Anmerkung zum Preis: Selbst wenn das „neue“ Medikament am Ende doppelt so viel kostet wie Fumaderm aktuell, ergibt sich doch eine erhebliche Preisersparnis im Vergleich zur Interferontherapie.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeine Psychiatrie, Neurologie

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
MS, Multiple Sklerose, BG-12, psychiatrische krankheiten, DGN, Fumarsäure

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23