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Gehörgangsekzem

Dr. ...


Gehörgangsekzem

Patientin (33 Jahre) leidet unter hartnäckigem Juckreiz im Bereich des äußeren Gehörganges bds.. Bei unauffälligem Lokalbefund haben bisher mehrere Behandlungsversuche mit steroidhaltigen Ohrentropfen keine anhaltende Besserung erbracht.
Wer kennt ein alternatives Lokaltherapeutikum?
Im voraus herzlichen Dank

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 55 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
FÄ für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Sie könnten es mit Zyrtec tropfen versuchen,hatte schon Erfolg damit

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Physiologie, Pharmakologie und Toxikologie

wirklich kein Lokalbefund? kein trockenes seborrhoisches Ekzem? Werden die Beschwerden nach reichlichem Baden schlimmer? Superinfektion?

Versuchen Sie einfach mal Glycerin Tropfen um das verhornte Epithel weich zu halten.
Versuchen Sie Otobacid N (corticoid, resorbierbares Lokalanaestheticum, Glycerin)

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Der äußere Gehörgang "fettet" sich durch das Cerumen selbst. - Ein Juckreiz kann daher ausschließlich bei entsprechender Manipulation mit mechanischer Entfernung des Cerumens auftreten"

Aufklärung des Patienten!!!

Ausgenommen Fälle von kontaktallergischen Reaktionen auf Ohrentropfen etc.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Physiologie, Pharmakologie und Toxikologie

Zu Kommentar Irion
Völlig richtig Herr Kollege. Der gesunde Gehörgang fettet sich selbst und bildet mit dem abgeschilferten Epithelresten den Cerumenpfropf, der - wenn er denn mit Wasser aufquillt, die Patienten zu Ihnen führt, damit dort mal gespült wird.
Aber: der eine hat fettige Haut - der andere trockene. Das ist nicht nur (aber auch) eine Frage der Konstitution, sondern bekanntlich auch stark von der jeweiligen "Endokrinen Großwetterlage" abhängig. Es gibt ja auch Menschen, die (meist erst nach der Pubertät) ihr ganzes Leben lang ihre Haut (zumindest Hände, Füße, Gesicht) fetten müssen. Und - um von mir selbst zu reden - manche Menschen haben noch evolutionäre Residualmechanismen wie die Mauser im Programm. Bei mir wächst regelmäßig (aber nur für mich selbst bemerkbar) im Frühjahr und im Herbst ein Sommer- bezw. Winterhaarkleid heran. Und zu dieser Zeit verliere ich dann natürlich die jeweils andere Sorte Haare (wie ein Hund. Und in dieser Zeit, wie sinnvoll von der Natur eingerichtet, steigt die Sebum Produktion. Das neue Haar will gefettet sein. Nach ein paar Wochen ist das vorüber und es stellt sich wieder ein "normales" Gleichgewicht zwischen Haarwachstum und Talgproduktion ein. Bei mir mach der Friseur März,April und September,Oktober doppelten Umsatz, weil das Haar dann enorm schneller wächst.
Der Grund warum ich das aufzeige, soll einzig darin liegen, daß es eben zur normalen Physiologie gehört, das die Menge der Fettproduktion der Haut stark wechseln kann.
Und manche Menschen habe immer ein sehr niedrige Talgproduktion. Die haben dann oft auch eine niedrige Regeneration der gesamten Epidermis, was dann zu trockener, dünner, schilfernder, leicht verletzlicher Haut führt. Aber das ist natürlich dermatologischer Alltag.
Woran man bei dem ursprünglich angefragten Problem aber denken sollte - falls die Vermutung, das die Haut nicht nur im Gehörgang zu trocken ist zutrifft ist der Satus:
Thyroxin, Calcitonin (cutis papyreacea ist pathognomonisch!) Vitamin D3 und Vitmin A.
Mit Vitamin A (30.000 IE/Tag über 2-3 Monate)lässt sich das Problem einer mangelhaften Fettung übrigens meist lösen.(Cave:Retinole sind in dieser Dosis teratogen, also ist eine sichere Empfängnisverhütung für zwei Jahre !!! nach Therapieende notwendig)
Aber der Thyroxinspiegel wäre immer das erste, woran ich denken würde. Die blande Hypothyreose ist nicht nur im Alpenraum endemisch sondern außer an den Küstenregionen in vielen Gegenden Deutschlands.
mfk Grüßen
GS

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Allgemeinmedizin,

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gehörgangsekzem, pruritus

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04