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Handhabung der Regionalverfahren

Dr. ...


Handhabung der Regionalverfahren

Sehr geehrte Kollegen,
Bei der Betreuung der Regionalverfahren durch den Schmerzdienst unserer Klinik ist es oft mit erheblichem Aufwand verbunden die Leitlinien der DGAI einzuhalten. Organisatoische Abläufe sowie die Komorbiditäten der Patienten machen es nötig Ausnahmeregelungen zu treffen. Welche Gerinnungswerte sehen Sie als Ober-bzw. Untergrenze für Anlage und Entfernung eines Regionalverfahrens?

Vieln Dank

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 35 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Anästhesiologie allgemein

Sehr geehrter Herr Kollege,

in der Tat ist die Betreuung von Schmerzkathetern aufwändig. Bei der Anlage halten wir die Regeln der DGAI ein, was freilich bedeutet, dass manchen Pat. der Benefit eines Schmerzkatheters vorenthalten werden muss.
Bleibt das Thema Entfernen: Rückenmarksferne Katheter werden vomittags gezogen, so dass ca. 12 Stunden Abstand zur Gabe niedermolekularer Heparine gegeben ist, läuft unfraktioniertes Heparin im Perfusor, wird dieser 6 Stunden vor Ziehen pausiert und 4 Stunden nach Ziehen wieder gestartet. Eine Kontrollvisite mit neurologischer Untersuchung ist am Abend, spätestens am Folgetag obligat.

Bei der Entfernung rückenmarksnaher Katheter wird die Heparinpause in der Kurve angeordnet, ggf. Quick und Blutungszeit vor Entfernen bestimmt. Neben der neurologischen Nachschau erfolgt auch eine Aufklärung über das Verhalten bei neu auftretenden Paresen oder Hypästhesien.

Sie fragen noch nach Grenzwerten: Quick <60%, PTT >45", SBZ >300", Thrombos <100.000/µL, Thrombozytenfunktionshemmer < 7 Tage pausiert.

Dr. ...Dr. ...
Intensivmedizin, Notfallmedizin

Geehrter Kollege,
vielen Dank!
Dies bestätigt, dass die Leitlinien der DGAI doch angenommen und umgesetzt werden.
Gleiches gilt auch für die Grenzwerte in unserem Haus.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. ...Dr. ...(2)
FA für Anästhesiologie allgemein

Sehr geehrter Herr Kollege,
eine Ausnahme sehe ich beim ASS, bei entsprechender Indikation zum PDK sollte ASS kein Hinderungsgrund mehr für rückenmarksnahe Katheter sein.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Notfallmedizin, Intensivmedizin, Anästhesiologie allgemein, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt),

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
Regionalverfahren, Gerinnung

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23