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Hitzewallungen und Tamoxifen

Dr. ...
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Hitzewallungen und Tamoxifen

Ich beobachte, dass meine Brustkrebspatientinnen, die auf Tamoxifen eingestellt sind, unter belastenden Hitzewallungen leiden. Wie verschafft man ihnen Linderung?

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 40 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Sollten extreme Hitzewallungen zur Umsetzung der Therapie verleiten?

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1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Gynäkologische Onkologie, Allgemeine Gynäkologie

Da es sich bei den Patientinnen, die Tamoxifen einnehmen, um hormonrezeptorpositive Patientinnen handelt, sollte in der ersten Instanz mit Remifemin begonnen werden. Meine Patientinnen haben zumindest dadurch eine Linderung erfahren.

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie

Erfolgversprechend ist, wenn man die Patientinnen (trotzdem sie oft Älter sind) zu sportlicher Aktivität und gegebenenfalls Gewichtsreduktion animieren kann.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie

Bei extremem Schwitzen und weiterer Notwendigkeit der Thamoxifemeinnahme könnte man einen Therapieversuch mit Somodren starten. Immer unter der Diagnose Hyperhidrosis (Plausiblität).

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Einige meiner Patientinnen haben Linderung erfahren durch sweatosan N, ein Salbei-Präparat.
Am wirksamsten sind die Serotonin-re-uptake Hemmer, z.B. Paroxetin.

Dr. ...Dr. ...
Gynäkologische Onkologie

Zuerst den Grad der Beschwerden möglichst quantifizieren, z.B. mit MRS (Menopause Rating Scale).
Dann unter Nutzung des ganzen Arsenals unspezifischer Maßnahmen (Gewichtsreduktion, angemessene Kleidung, Meiden schweißtreibender Lebensmittel und Getränke, möglichst tägliche sportliche Aktivität, Entspannungsmethode lernen (z.B. progressive Muskelrelaxation)) nach dem "Stufenplan" des Münchener Tumorzentrum-Manuals vorgehen:
1. pflanzliche und homöopathische Medikamente (Erfolgsquote im Placebobereich= 30%)
2. unspezifische Medikamente (Vitamin E, Clonidin, Venlafaxin o.ä., Gabapentin - Problem: meist off-label-use erforderlich) Effektivität eher bei 60%, besonders in Kombination. Venlafaxin + Gabapentin, in niedriger Dosis.
3. Tibolon, HRT bzw. ERT (Gestagene nicht sehr effektiv)

Die Stufen 2 + 3 sind sicher nur selten angebracht und machen eine ausführliche Besprechung mit der Patientin unumgänglich - zusätzlich Verlaufsdokumentation mit MRS zu empfehlen.
Aber ein leicht erhöhtes Rezidivrisiko ist sicher besser als ein Suizid wegen quälender klimakterischer Ausfälle, oder?

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeine Gynäkologie

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß bei manchen "älteren" Patientinnen - soweit keine Kontraindikation vorliegt- der Umstieg auf einen Aromataseinhibitor hilfreich sein kann."Jüngere" Frauen- (dh um die 50 Jahre) neigen dann evtl. mehr zu Gelenksbeschwerden.
Auch der Umstieg auf eine zeiliche Änderung (evtl. abends statt morgens oder umgekehrt)der Tabletteneinnahme sowie Salbeitee/waschungen können unterstützend sein.Manchen Damen hat auch die Einnahme eines homöopathischen Komplexmittels aus der Apotheke geholfen.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurde folgendes Fachgebiet zugeordnet:
Senologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
brustkrebs, hitzewallungen, tamoxifen

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23