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Myogelose?

Dr. ...
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Myogelose?

Sehr geehrte Kollegen,
ein 86jährige Patientin klagt seit drei Monaten über eine schmerzhafte Muskelverhärtung im Bereich des Masseters. Dauerhafter Schmerzzustand, besonders während des Sprechens.
Zahnmedizinisch o.B. Computertomografisch kein anatomisch- pathologisches Korrelat, kein Carcinom.
Ein Neurologe stellte die Diagnose Myogelose. Verschreibung von Massagen (Gelotripsie), ASS 100 mg. Bisher keinen wesentliche Verbesserung der Symptomatik, weiterhin starker Schmerzzustand.
Wie würden Sie in diesem Fall verfahren? Für Hinweise wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen

Diskussion

8 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 213 Ärzte verfolgen diese Diskussion
3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Sehr geehrter Kollege Schmidt,prüfen sie ob das Kiefergelenk unilateral schmerzhaft ist. Wenn ja, injizieren sie dort 0,5ml Lidocain 2%. Im anderen Fall direkt in die Myogelose ( 1ml), wenn sie dort eine andere Strukturveränderung ausgeschlossen haben.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Neurochirurgie

Sehr geehrter Herr Kollege Schmidt, ich würde im Vorliegenden Fall die Kiefergelenke über Arthro-MR-Untersuchung evaluieren um einen entspechenden path. Prozess z.B. der Disci (Costen`s Syndrom o.altera)auszuschließen.

2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Wenn es wirklich eine Myogelose ist, ist nach eigener tausendfachen Erfahrung bei mehr degenerativ sich verhärtenden Veränderungen ( wie anzunehmen bei der genannten Patientin ) Arnika/Formica comp. (Weleda) 0.5 bis 1 ml direkt mit einer 30G Kanüle injiziert sehr wirksam. Dies auch bei degenerativen Gelenkschmerzen in den palpatorisch zu evaluierenden schmerzhaftesten Punkt. Bei eher muskelkräftigen oft auch adipösen, stark gestaut wirkenden Patienten wirkt in einem solchen Fall besser Arnika/ Levisticum D6 comp. vom gleichen Hersteller lokal injiziert.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Vielen Dank für Ihre Kommentare!

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Haben Sie an Mb. Horton gedacht?

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Wie sieht denn der gnathologische Hintergrund aus? Ist das Gebiß ein Vollersatz oder liegen Brückenversorgungen vor, sodaß sich im Laufe der Zeit evtl eine Abrasion der Zähne eingestellt hat, daraus eine Hyperpression in den Kiefergelenken entstanden ist, daraus sich wiederum eine Kiefergelenksarthrose eingestellt hat? Eine Panoramaaufnahme oder ein OPG kann hier zur Diagnosefindung helfen.

Dr. ...Dr. ...
FA für Zahnmedizin

dd: muskel oder kg - auf grund der symptome wohl eher muskel. therapie akut:- (selbst-) massage, voltarensalbe einmassieren, "entspannte" "zentrik", aufbissschiene (michigan),
therapie mittelfristig: beurteilung der uk position (siehe beitrag christian ludwig), evtl. veraenderung der uk position -

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Sie können, falls der schmerzhafte Punkt im Sternocleido deutlich zu palpieren ist, auch mal versuchen, lediglich eine Akupunkturnadel hineinzustechen und gleich wieder herausnehmen. Häufig sind die "Myogelosen" Triggerpunkte, die einen Schmerz unterhalten. Nach dem Stich verabschiedet sich der Schmerz gleich oder innerhalb einiger Stunden.Ich habe selbst schon öfters derartige "Wunderheilungen" erlebt.
Wenn es nicht hilft, können ja die oben angegebenen weiteren Diagnose-und Therapieverfahren zum Zug kommen.

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

P.S.Sorry, das Gleiche was ich eben für den Sternocleidomuskel geschrieben habe, gilt natürlich auch für den Masseter. Bimanual palpieren, und wenn Sie fündig werden, in den Triggerpunkt lediglich einstechen. Das kann- um Sie vorzuwarnen- schon mal sehr schmerzhaft sein.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23