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Nachsorgeumfang beim Ovarialkarzinom

Dr. ...
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Nachsorgeumfang beim Ovarialkarzinom

Die Langzeit-Therapieerfolge des Ovarialkarzinoms sind ernüchternd, werden doch nur ca. 30 % der Patientinnen geheilt. Auch die frühzeitige Rezdivdiagnose konnte daran nichts ändern. Durch viele Untersuchungen wird nur der "Wissensdurst" der Ärzte befriedigt.. Immer wieder werden Verlaufs-CT mit Kontrollbedürftigen erstellt. Ist das noch sehr verbreitet?

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Diskussion

5 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 27 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Eine optimale Nachsorge besteht aus klinischen Kontrollen mit gynäkologischer Untersuchung + vaginaler Sonografie. Als gynäkologischer Onkologe kann ich von einem Diagnostik-Aktionismus (CT, MRT, Tm-Marker) nur abraten.

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Leider ja, die symptomlosen Patientinnen werden verunsichert, ohne dass sie einen Vorteil erlangen, zumindest kenne ich keine evidenzbasierten Aussagen dazu. Die nachsorgenden Kollegen verkennen, dass das Overall survival nicht durch eine frühzeitige (z.B. auch serologische) Rezidivdiagnose verbessert wird.

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Arbeitsmedizin

Aus der AGO gibt es dazu klare Empfehlungen: klinische Kontrolle alle 3 Monate mit Gyn. SonographiernMammografie 1 x p.a. Die Markerbestimmung bei der beschwerdefreien Patientin bringt uns nur in Zugzwang, ohne ihr wirklich eine bessere Prognose zu eröffnen.

2 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die AGO-Standards sind den Fachkollegen in der Regel bekannt. Viele obiger Diagnostiken z.B. CT oder Tumormarker werden oft von den Patienten selbst eingefordert und zum Teil auch von gut meinenden Hausärzten den Patienten in den Mund gelegt. Es ist oft ein großer kommunikativer Aufwand notwendig, den Patienten den Aktionismus wieder auszureden, da diese verständlicherweise "alle Möglichkeiten" ausschöpfen wollen.

Dr. ...Dr. ...
Gynäkologische Onkologie

Wenn sich alle Gynäkologen so einig sind, wären nun (nur) noch die Hausärzte über das angemessene Vorgehen kollegial zu informieren - hoffentlich hilft´s.
Die (laienhafte) Vorstellung, am besten alles Mögliche und noch mehr zu unternehmen, erfordert auch in diese Richtung gemeinsam klare Worte - und nicht ständiges Einknicken.
Irgendwann wird sich das belegbar Richtige ja wohl herumsprechen!

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Gynäkologische Onkologie, Allgemeine Gynäkologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
rezidivdiagnose, ovarialkarzinom

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letzte Änderung: 12.2.2010 8:00