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Neubewertung der beiden HPV-Impfstoffe

Dr. ...


Neubewertung der beiden HPV-Impfstoffe

Liebe Kollegen,
einige bekannte Wissenschaftler haben die STIKO dazu aufgefordert Cervarix und Gardasil neu zu bewerten. Gründe waren die Sorge über übertriebene Wirksamkeitsaussagen. Außerdem wird eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abschätzung (z.B. generell unbekanntes Langzeitrisiko der Impfstoffe, Signale von Armplexusneuritiden, vermehrtes Auftreten anderer onkogener Viren) gefordert.
Wie stehen Sie diesen immer noch häufig diskutierten Impfstoffen gegenüber?

Diskussion

5 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 81 Ärzte verfolgen diese Diskussion
0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die Neubewertung von berufener Seite gibt endlich einmal die an Betrug und Teuschung grenzenden manipulativen Machenschaften der beteiligten Firmen einschließlich ihrer dubiosen Fürsprecher aus der STIKO wieder, welche die gesamten Medien und die Politik mit einer (Angst)kampanie überzogen haben. Das Arzneitelegramm hat im übrigen obige Kritik schon seit anfang sehr deutlich geäußert.

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie

Lieber Kollege Hümmer,
ich teile absolut ihr Misstrauen.
Aber was ist die Konsequenz, die sie ziehen?

MfG

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die Mädchen und Eltern genau aufklären über die mögliche geringfügige Verminderung des Krebsrisikos und darüber, daß Gebärmutterhalskrebs nicht von heute auf morgen entsteht (Krebsvorsorge weiterhin essentiell sowie sinnvoll)-und sie dann in die eigenverantwortliche Entscheidung entlassen, die ich dann in beiden Richtungen akzepiere und trage (kostet allerdings manchmal die ohnehin knappe Zeit).

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Wenn ich mit dieser Frage konfrontiere, ich versuche die für den heutigen Tag bekannte Information den Eltern und den Mädchen zu geben, damit sie "eine informierte Entscheidung" treffen können. U.a. sage ich, dass die Impfungen keine 100% Prophylaxe, wie oft propagiert und verstanden wird, informiere über andere onkogene Viren, die auch evtl. mutieren können, betone, dass langfristige Ergebnisse noch fehlen (dazu benötigt man evtl. 30 Jahre) usw. Solche Aufklärungen kosten selbstverständlich einige Zeit, das lohnt sich aber....!

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeine Gynäkologie

Bei der Aufklärung weise ich auch immer auf den nicht 100%-igen Schutz hin und nenne weitere Risikofaktoren für das Zervixcarcinom wie Rauchen, Promiskuität, ... die jungen Mädchen sollen nicht den Eindruck haben mit der Impfung sei das Thema erledigt. Richtig, das kostet Zeit, mir ist sie es wert...

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich impfe bevorzugt die Mädchen, deren Mütter Konisationen hinter sich haben. Ich hatte noch nie Probleme mit dieser Impfung. Den wissenschaftlichen Wert werden wir erst in den nächsten 10 - 30 Jahren erfahren. Die Prognose ist dass sich Gebährmutterhalskrebs sich um 70% statistisch verringern müsste.

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04