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Parkinson-Krankheit

Dr. ...
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Parkinson-Krankheit

Zwei meiner multimorbiden Patienten, die jeweils in der Klinik auf eine Therapie mit L-Dopa eingestellt wurden, reagieren auf diese Therapie mit einer rezidivierenden hypotonen Kreislaufreaktionen (mehrfach Kreislaufkollaps). Welche Therapiealternativen zur L-Dopa Therapie werden empfohlen und wie sollte die Umstellung erfolgen? Ausschleichen oder Absetzen von L-Dopa mit Ersatz/Kombination durch Dopaminagonisten oder NMDA-Antagonisten? Beide Patienten reagieren auf Dosisreduktion von L-Dopa mit Symptomverschlechterung.

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 63 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Zu diesem Thema findet sich im Deutschen Ärzteblatt 37 vom 14.September 2007 eine sehr übersichtliche und praxisrelevante CME-Fortbildung. Die Lektüre kann ich nur empfehlen, egal ob mit oder ohne Punkte.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Neurologie

Die Akinese als Folge des Parkinsons ist für den Patienten quälend und schmerzhaft. Deswegen L-Dopa nicht absetzen (eine plötzliche Dosisreduktion kann sich sogar lebensbedrohend auswirken). Statt dessen ist es besser zu sehen, ob es sich um eine durchgängige Hypotonie handelt und wie diese adequat zu behandeln ist. Reicht z.B. Midodrin aus (wird leider von den Kassen nicht mehr übernommen) oder bedarf es Astonin-H?
L-Dopa kann nur durch L-Dopa ersetzt werden, ansonsten besteht die Behandlung des echten Parkinsons in die Gabe von Dopaminergika als Firstline, L-Dopa so früh wie nötig aber so spät wie möglich.
Wenn die Hypotonie bereits zu Beginn der Parkinsonkrankheit vorhanden ist, sollte die Diagnose neu überdacht werden, womöglich handelt es sich eher um eine MSA.

Dr. ...Dr. ...
Neurologie

Ich unterstütze die letzte Ausage von drs Sybrdandus K. mit Nachruck, gehört doch die Hypotonie als veget Begleitreaktion zur MSA wie das Tüpfalchen aufs I.
Letztlich ist das aber für die ursprüngliche therapeutische Fragestellung eher nicht so wichtig, da die Therapie bei der MSA vom Parkinson Subtyp und M.Parkinson ohnehin recht ähnlich wäre; -bei ersterem aber mit oftmals weniger Erfolg gekrönt ist.
Wenn die Therapie mit L-DOPA zu einer klinischen Verbesserung geführt hat würde ich versuchen die Hypotonie zu behandeln und L-DOPA zu belassen...

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Neurologie, Allgemeine Pharmakologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
l-dopa, dopaminantagonisten, nmda-antagonisten

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23