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Posttraumatische Sprunggelenksbeschwerden

Dr. ...
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Posttraumatische Sprunggelenksbeschwerden

Eine junge Frau erlitt vor 2,5 Jahren durch ein Stauchungstrauma des rechten OSGs bei einem Autounfall eine Innenknöchelfraktur. Diese wurde mittels Spongiosazugschraube und K-Draht osteosynthetisch versorgt und verheilte per primam völlig stufenlos. Trotzdem bestehen seit dem Unfall subjektive Beschwerden im Bereich des Innenknöchels spontan und beim Belasten, die Tibialis-posterior-Sehnenloge ist ständig geschwollen und leicht überwärmt. Die üblichen konservativen Therapien einschließlich diverser nicht-stereoidaler Antiphlogistica, Cortisoninfiltrationen etc. brachten nichts, daher wurde frühzeitig nach ca 8 Monaten das Metall entfernt, ohne dass sich die Beschwerden änderten. Das MRT zeigt ein BoneBruise im Innennöchelbereich, wie zu erwarten ein Reizzustand der Tibialissehnenloge bei ansonsten regelrecht und stufenlos verheilter Fraktur und unauffälligem Innenband.
Hat jemand eine therapeutische Idee?

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 31 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Therapeutische Idee?- wahrscheinlich keine, die Sie nicht selbst schon hatten.

Zunächst aber: CRPS I - Zeichen waren sicher nie zu sehen?

Unter der Arbeitsdiagnose einer chronischen synovialen Reizreaktion der Sehnenscheiden scheint eine Ruhigstellung und Entlastung für zB 2 Wochen mit Gipsschiene sinnvoll (mit der üblichen 1-2x täglichen Abnahme zum lastfreien Zwischenmobilisieren.

Alternative (in beliebiger Reihenfolge) Einlagen mit Supinationskeil zur Laständerung für einige Wochen.

Falls damit ebenfalls keine Besserungstendenz, könnte ich mir den Vorschlag einer operativen Revision/Synovektomie unter der Verdachtsdiagnose einer möglichen Stenosans-Problematik vorstellen.

Mit freundlichem Gruß

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Danke für die Rückmeldung.
Eine Ruhigstellung und Entlastung im Walker erfolgte für 4 Wochen, danach wurden diverse Einlagen und Sohlenzurichtungen ausprobiert - schließlich erfolgte anläßlich der Metallentfernung die Revision der Tibialis-post.-Sehnenscheide einschließlich Synovektomie - ohne nachhaltigen Erfolg.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Sehr geehrte Kollegen,
ist der MRT-Befund wirklich ein bone bruise nach der langen Zeit? Oder vielleicht doch ein Infekt? Wäre eine Arthroskopie des OSG zum Ausschluss einer Arthrofibrose indiziert? Ferner: im Bereich von Sehnen und Sehnenscheiden finden sich nicht selten Fadengranulome von (vermeintlich bzw. in weniger bradythrophem Gewebe) resorbierbarem Nahtmaterial.

Mit freundlichen Grüßen

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurde folgendes Fachgebiet zugeordnet:
Orthopädie und Unfallchirurgie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
Innenknöchelfraktur, Bone Bruise, Sehnenreizung

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23