Hier einloggen:
Username oder E-Mail Adresse

 
Passwort

 

Stellenwert der MRT-gesteuerten Prostatabiopsie

Dr. ...


Stellenwert der MRT-gesteuerten Prostatabiopsie

Wer kann Auskunft geben über die Indikation zur MRT bei der Prostata-Ca-Diagnostik? Macht es Sinn, bei verdächtiger PSA-Erhöhung vor weiteren Maßnahmen eine MRT der Prostata durchzuführen, um dann evtl. eine MRT-gesteuerte Biopsie anzuschließen, so daß damit durch transrektalen Ultraschall gesteuerte Biopsien hinfällig würden? Wieviel sicherer ist die Tumorortung mittels MRT? Läßt sich bei verdächtigem PSA-Anstieg u. U. allein mittels MRT ein Prostata-Ca sicher auschließen?
Anlaß zu diesen Fragen gibt ein Patient, der nach der Empfehlung seines Urologen zur (konventionell durchzuführenden) Biopsie verunsichert ist, nachdem er die Internetwerbung der ALTA-Klinik in Gütersloh (=primär MRT mit evtl konsekutiver Biopsie, beides NICHT transrektal)gelesen hat.

Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 16 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

Gemäß P-Ca-Leitlinie ist die TRUS-gesteuerte Biopsie (in der Regel mit 10-12 Stanzen) derzeit der Standard.

Sollte diese kein Karzinom zu Tage bringen und der PSA-Verlauf weiterhin Anlaß zum P-Ca-Verdacht geben, ist zunächst eine Re-Biopsie ggf. als Sättigungsbiopsie mit bis zu 20 Stanzen empfohlen.

Eine MRT-gestützte Diagnostik und Biopsie OHNE rektale Spule ist schlichtweg unsinnig, wie Studien an der Radiologischen Klinik der Charite, Campus Mitte, gezeigt haben. Die Sicherheit, durch dieses Verfahren eine bessere Ortung des möglichen Carzinomherdes zu erreichen, ist relativ hoch, aber auch nicht 100%ig.

Alternativ kann die, auch noch nicht völlig ausgereifte, Elastografie im Rahmen einer TRUS-Untersuchung, eine weitere Hilfe bieten.
Diese ist im Vergleich zu einer MRT-Untersuchung OHNE rektale Spule auf jeden Fall sinniger und vor allem kostengünstiger.

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Urologie

Der obigen Einschätzung kann ich nur zustimmen. Unsinnige und
extrem teure radiologische Untersuchungen sollten vermieden werden.
Die TRUS-Biopsie ist ein sicheres und valides Verfahren. Zwischenzeitlich sollte die 12fache Biopsie in Kassetten-Technik durchgeführt werden. In 12 Jahren als niedergelassener und belegärztlich tätiger Urologe habe ich nach Aufarbeitung meiner Zahlen (ca. 200 Biopsien/a) eine Komplikationsrate (Blutung/Infektion/Harnverhalt) von unter 1%% (Promille!).

In 20 Sekunden Mitglied werden!

„esanum - Ihre Ärzteplattform im Internet


Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Falls sie einen DocCheck-Zugang besitzen, melden Sie sich hier an:

DocCheck



DocCheck-Passwort vergessen?
Bitte Klicken Sie hier!

Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Urologie,

Dem Beitrag wurde folgendes Schlagwort zugeordnet:
Prostata-MRT

Andere interessante Beiträge

neuer BeitragDiabetes mellitus, Typ II b Leitlinien
Welchen Stellenwert hat nun wirklich die Glitazone bei der Behandlung der Diabetes mellitu...
neuer BeitragVerbot der gewerblichen Sterbehilfe
Liebe Kollegen, Im Ärzteblatt wird die Sterbehilfe wieder einmal thematisiert. Auch mic...
neuer BeitragSchmerztherapie bei neuropathischen Schmerzen
Duloxetin (Cymbalta®) wird erfolgreich bei diabetischer Neuropathie eingesetzt. Gibt es Er...
neuer BeitragWeizenallergie
Liebe Kollegen, Ich höre immer wieder, dass es keine Weizenallergie gäbe, sondern dass ma...
neuer BeitragEsanum
Liebe Kollegen, welchen Stellenwert hat dieses Portal für Sie? Bitte beschreiben Sie den ...
Kontakt | AGB | Datenschutz | ihre Fragen | Hilfe | Presse | Impressum
blog (de) | esanum.de | esanum.at | esanum.ch | esanum.es | esanum.it | esanum.fr | esanum-dent.de | esanum-dent.at | esanum-dent.ch
letzte Änderung: 18.11.2011 0:04