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unerklärlicher Husten - seit über 6 Monaten ?!

Dr. ...
Bewertung:


unerklärlicher Husten - seit über 6 Monaten ?!

Eine 41 jährige, ansonten gesunde Frau und Nichtraucherin, hustet seit über 6 Monaten täglich, besonders nachmittags, abends und nachts.
HNO-FA- sowie Lungen-FA-Abklärung inkl. CT der Lunge unauffällig, Behandlung mit Symbicort TH, Antibiotika wie Clarithromycin, Ciprofloxacin erbrachten keine Besserung. Es liegt keine Allergie vor. Der Husten begann im Mai 2007 ohne sonstige Begleitbeschwerden spontan. Die Entzündungsparameter sind mäßig erhöht (Skg 35/78, CRP 12). Das übrige Labor inklusive Immunglobuline unauffällg. Lediglich ein Versuch mit oraler Cortisontherapie (dzt. 1/4 Tbl. Aprednislon 25mg morgens erbrachte teilweise Besserung).
Weitere Abklärung bzw. Behandlungsmöglichkeit?
Eine rheumatologische Abklärung wurde veranlasst, von der Patientin aber noch nicht durchgeführt.

Diskussion

38 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 559 Ärzte verfolgen diese Diskussion
6 von 12 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Sehr geehrter Kollege,
hat die Patientin Allgemeinsymptome? Appetitlosigkeit, Fieber, Nachtschweiß? Oder auch BSG- Beschleunigung, Leukozytose, Dysproteinämie? Ist es ein produktiver oder ein unproduktiver Husten? Bluthusten? Dyspnoe? Brustschmerzen?

Ist die psychiatrische/psychosomatische Anamnese leer? Oft reagieren Patienten auf psychischen Stress oder Probleme mit chronischem Husten.
Andere Idee: ist in der Wohnung/ Haus eventuell Schimmel?
Freundliche Grüße

13 von 15 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Augenheilkunde

War die HNO-Diagnostik gründlich genug? CT-NNH, Endoskopie.
An den subklinischen gastroösophagealen Reflux gedacht?

5 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Allgemeinmedizin

Liegt eine Medikation mit ACE-Hemmern vor? Präparate aus dieser Gruppe sind gelegentlich Ursache (5-10%)eines chronischen Reizhustens
Freundliche Grüße

4 von 8 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Sehr geehrter Herr Kollege, wie sieht die Anamnese bezüglich Vogelhaltung/Tierhaltung/Landwirtschaft aus?Vogelhalterlunge? Farmerlunge? Wurde ein Spiral-CT des Thorax z.A. eines Thymoms durchgeführt? Merieux-Test?Parsitose?Auslandsaufenthalt im Vorfeld?

4 von 6 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Bei ähnlichen Erfahrungen und negativen Allergietestungen und nach Abklärung anderer Ursachen habe ich unter der Annahme einer Hyperreagibilität ohne nachweisbaren Auslöser habe ich teilweise gute Erfolge mit Singulair (teuer, aber nebenwirkungsarm, ) oder auch mit Ketotifen zur Nacht (macht müde) gemacht.

10 von 13 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Sehr geehrter Kollege,
ähnliche Konstellation lag auch einmal in meiner Praxis vor. Klarheit erbrachte eine ÖGD, die eine deutliche Refluxösophagitis zutage brachte und durch eine PPI-Therapie binnen weniger Tage vollständig zum Abheilen gebracht werden konnte.

2 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Bei Frauen dieses Alters werden Sie sehr oft genau diese Art von Husten finden, der möglicherweise durch beginnende hormonelle Umstellungen verursacht wird und hinter dem meist eine chronifizierte Reizung des Larynx steht(dieser scheint eine Beziehung zum Hormonsystem zu haben).Falls ihnen eine auffallende Verschlimmerung des Hustens abends beim Hinlegen(!) ins Bett berichtet wird, kann eine einzelne Dosis Conium C30 Wunder bewirken.

0 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Wurde die Patientin auf Herzinsuffizienz (Stauungshusten)
ausr. untersucht?

3 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Bitte auch an die zur Verschönerung der Wohnung dienenden Ultraschallvernebler (Wabernebel un Schlan oder Zimmerbrunnen) denken. Diese können zu Alveolitiden mit teils lebensbedrohlichen Verläufen führen. Ich war selbst betroffen mit Leukozytose bis 28000 und multiplen Allgemeinsymptomen, eine Diagnostik erbrachte kein Ergebnis, Beseitigung des Verneblers führte zu prompter Normalisierung aller Symptome.

2 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich denke in erster Linie an eine Refluxlaryngitis. Entweder pH- Metrie oder Diagnose ex-juvantibus durch 4- wöchige PPI-Therapie (z. B. Omeprazol 40 mg/die)

0 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Sehr geehrter Herr Kollege.

Ich würde die Pat. mit dem Husten Bronchoskopieren lassen.
Vorher sollte sie bei einem Lungenfacharzt gewesen sein.

Gruß Dietmar Zibelius

2 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

fremdkörperaspiration-bronchoskopie

5 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeine Psychiatrie, Allgemeinmedizin

bitte an pertussis denken. also pertussisantikörper.

2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Sehr geehrter Kollege,zusätzlich zu d.bereits erwähnten Diagnostik/Maßnahmen würde ich auch nach einer Eisenmangelanämie(Fe, Transferrinsät., Ferritin) suchen (laut Studie der Universität Turin b.Pneumonologen Kongress i. Chicago, Dr.Caterina Bucca,gibt es eine Korrelation zw. Eisenmangelanämie und chron. Husten)und b. pos. Befund bis z. Normalisierung d. Eisenstoffwechsels (ca. 2 Mon.)eine orale Eisensubstitution durchführen. Es wäre schön von Ihnen zu erfahren wie es sich bei dieser Pat.die "Geschichte" weiter entwikelt hat.

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Schliese mich der Meinung von Herrn Kollegen Thomas Böhm an. Auch an Pertussis denken

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

die Diagnostik ist durch eine Bronchoskopie zu ergänzen.GERD wird zumindest theorethisch oft angeschuldigt,bei der aber sonst gesunden Patientin eher nachrangig.Bei eigenem Patienten brachte der Hinweis,dass am Wochenende bei entspannter Freizeitbeschäftigng kein Husten auftrete die Spur auf psychosomatische Zusammenhänge.Die Bronchoskopie erbrachte keinen pathol.Befund.Der zuvor weder mit Codein noch mit Hydrocodon zu dämpfende Husten verlor sich nach der Bronchoskopie.!Warum???

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie

Hallo! Falls die Symptomatik im Frühjahr und Sommer besser werden sollte, auch an staubige Heizkörper denken, die am Abend anspringen und die Schleimhäute belasten. Die meisten Betroffenen leiden jedoch eher unter Reizungen der Augen und Nase. Hat sich denn in der Zwischenzeit etwas ergeben, Herr Arzt9845? Viele Grüße!

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Habe selber 2 ähnlicher Fälle, aber beide mit episodischen Augenschmerzen mit Lichtscheu und Xerostomie iR eines primären Sjödren-Syndrom. Bei unauffälliger ÖGD-RöThorax (der HNO-A berichtete über eine ausgeprägte chron. Pharyngitis), warte ich noch auf die Befunde von Pneumo (Plethysmographie mit DLCO). Beide psychisch unauffällig, keine Dauermedikation, gar kein HInweis auf eine Herzinsuff., keine Allergie...gar nichts.
In meine Fälle könnte die Folge der Trockenheit in Rachen sein.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Danke für die zahlreichen Kommentare. Leider kommt die Pat.selten in die Ordination, sodaß sich alle Abklärungsschritte in die Länge ziehen. Die meisten Vermutungen der Kolleginnen treffen meiner Ansicht nach nicht zu (keine GERD,kein Schimmel i.Whg.,kein Ultraschallvernebeler, Symptomatik unabhg.v.Heizg.,da im Frühsommer begonnen, es besteht leichte Anämie (Hb 11,3), das CRP ist 0,00, die Skg leicht erhöht (25/67 im Feb.08, etwas rückläufig von 35/78 im Dez.07 unter derzt.Cortisonth.von peroral 6,25mg jeden 2.Tag, auch Husten damit gebessert, auf orale Cortisonmischinhal.vom LungenFA hat sich nicht angesprochen). Bezüglich Ornithose: außer ein paar Hühner keine Vögelhaltung, keine eigene Landwirtschaft.
Psychogene Ursache würde ich eher verneinen.
Ob ich sie zu weiteren Untersuchungen wie Bronchoskopie überreden kann, bezweifle ich. Wegen Pertussis: keine Hustenanfälle berichtet. Singulair u./od.Conium C30 werde ich ev.noch versuchen. Wenn weitere Neuigkeiten auftreten, melde ich mich wieder.Rheumatologische Abklärung müßte erfolgt sein, aber noch kein Befund. Danke.Dr.Schwaiger.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Muß man einer Lungenklinik vorstellen!!

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

reflux gehört unbedingt abgeklärt, ist zumindst aus gastroenetrolog. sicht eine der häufigsten ursachen für chron. husten primär unklarer genese.
und wenn die GERD positiv diagnostiziert ist, sollte eine langzeit-medikation mit PPI erfolgen (mindestens 3, besser 6 monate.
Hatte schon etliche dauer-huster, bei denen diese ther. erfolgreich war.

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

bitte denken Sie an eine oligosymptomatische Refluxerkrankung ,20mg Omeprazol zu Nacht über14 Tage hilft oft DDPertussis ? wenn es schon lange läuft hilft gegen pertussis auch nichts mehr ,die Toxine haften 6-8Wochen im Hustenzentrum und werder dann langsam abgebaut. Viele Grüße !

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Anamnese Haarspray?
beginnende Lungenfibrose, primär oder sekundär? (Bildgebung, besser Lungenfacharzt)

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Immer an Erwachsenen-Pertussis denken. Zur Nacht Barbiturate.Husten kann auch noch weitere Monate persistieren.
Mit kollegialen Grüßen
Dr.C.Schmitz

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die Sache ist verdächtig auf gastroösophagealen Reflux, angesichts der BKS vielleicht sogar auf NPL. Empfehle Gastroskopie, falls von Pat. abgelehnt probatorisch PPI in doppelter Dosierung für 2 Wochen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Ich würde noch auf IgG4 vermittelte Nahrungsmittelallergie testen, möglich bei der FA Labor Ganzimmung in Mainz. Also nicht nur an Pollen, Gräser und Tierhaarepithelien denken.
Außerdem kommt ein psychogener Husten in Betracht.
Hier hilft oft, wenn die Patientin auch erschöpft ist und etwas ausgepowert Phosphorus C30 glob zweimal wöchentlich morgens 5 glob.
Auch mit Roths RKT Tropfen kann man Besserung erreichen hier bitte 3 mal täglich 20 Tropfen.
Akupunktur im Sedierenden Punkt der Lunge und im Meisterpunkt der Respiration bringen ebenfalls Besserung. Lu 5 (radial der Bicepssehne im Ber. d. Ellbeuge) KG 17 Mitte zwischen Brustbeinspitze und Jugulum sterni.

Hoffe Sie haben Erfolg mit den besten Wünschen
Dr. Ulla Mack-Ziegler

Dr. ...Dr. ...
Anästhesiologie allgemein, Allgemeinmedizin

viele gute beiträge,wobei ich auch zuerst an beschwerden im rahmen einer refluxkrankheit denken würde. Ausschlussdiagnose mittels PPI über etwa 6 wochen.

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Unglaublich, ich hätte als aller erstes an eine Herzinsuffizienz gedacht!

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich würde an eine Sarkoidose denken.Das passt zum Alter der Patientin und auf das Ansprechen auf Cortison.Man sollte sie zur Bronchoskopie überreden, wenn der Husten nicht von selbst wieder verschwindet.

Dr. ...Dr. ...
Physiologie, Pharmakologie und Toxikologie

trockener oder produktiver Husten
Was hat sich zum Zeitpunkt der Beschwerdemanifestion Mai07
im Arbeits oder Lebensumfeld verändert.

Hühner - wo? Milben? Futter verpilzt? Exkremente?

Pertussis -hält Monate an!
Herzinsuffizienz
offene Lungentuberkulose !!!!!!!!!!
Parasitenbefall (Ascariden) Eosinophilie
Arzneimittel ACE Hemmer , auch selten... sartane aber noch
viele andere Bradykininfreisetzer /Mastzellendegranulatoren

Wurde im Arbeitsumfeld oder der Wohnung renoviert?
Wenn ja, war die Binderfarbe mit Isothiazolinonen konserviert (Kathon GC, Oxithiazolinon)
(in diesem Fall bitte mich kontaktieren wg. Maßnahmen)

Wurden Bauarbeiten (Mauerdurchbrüche etc) durchgeführt, bei denen noch Staubdepots in der Whg. sein könnten? Chromat!!!

unentdeckter mikrobieller Befall in Innenräumen - nicht nur Schimmelpilze, auch Bakterien, Hefen etc

Feinstaubquellen aus Kleidung, mit Metallsalzen Cr, Cd, gefärbt.

Möbelstoffe mit Brandschutzmitteln angeschafft?

Möbelstoffe oder Kleidung mit "Lotusblüten" effekt angeschafft PFOS (derzeit als perfluorierte Tenside bekannt)

Wenn die Patientin vier Wochen nicht in Ihrer Wohnung wohnt und alle Gebrauchsgegenstände dort lässt und nur Waschbare Kleidung aus Naturfasern ohne Metallpigmente mitnimmt, muß der Husten weg sein, sonst muß im sprichwörtlichen Sinne das innere nach außen gekehrt werden.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Laryngitis gastrica! PPI ex uvantibus!
Versuch und Irrtum eine gebräuchliche Methode der empirischen Wissenschaften.
Beste Grüße aus München.
AD

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Ich selber habe monatelang unter einem extremen, trockenen Reizhusten gelitten, bis ich herausgefunden habe, daß ich auf das Einatmen von alkoholischen "Dämpfen" reagiere --> wenn die Helferinnen die Oberflächen mit Alkohol abgeputzt haben, wenn ich vor einer OP meine Hände desinfiziere, wenn ich Parfüm auftrage oder die Scheibenwischanlgage im Auto betätige (mit Antifrostschutzmittel) und zu allem Unglück wenn ich in ein Glas Wein "hineinschnuppere" bzw. Wein trinke. Der Husten stellt sich promt ein! PRICK-Test, RAST-Test und Röntgen-Thorax sowie Refluxdignostik alles o.B.! Der Pneumonologe spricht von einer "brochialen Hyperreagibilität", die ich mit cortisonhaltigen Sprays auch wieder loswerden könne.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Heute kann ich Erfreuliches berichten. Die Patientin ist seit knapp 1 Mon.beschwerdefrei und hat das orale Cortison nach 5 Monaten Einnahme deswegen selbst abgesetzt.
Die inzwischen eingelangten AK gegen Psittakose und Pertussis waren ebenfalls negativ.

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin

Damit sind ausgeschlossen bzw. unwahrscheinlich: Refluxhusten /Pertussis/ TBC /Husten durch Tumorinfiltration
ausgehend von Schilddrüse Stimmbändern, Bronchien, LK etc.

Der weitere Verlauf nach Cortisonstop bleibt abzuwarten.
Falls der Husten unmittelbar rezidiviert liegt wahrscheinlich ein vom Immunsystem ausgelöster Husten vor:
Hyperreagibles Bronchialsystem, Asthma Bronchiale, Allerg. Husten, Allergische Alveolitis (D. Bronchioskopie + BAL bzw. HR CT v o r Cortisontherapie), allergsche Aspergillose,Vaskulitis (ANCA?) etc.
Das fehlende Ansprechen auf GK inhalationen läßt mich
zunächst immer an falsche Inhalationstechnik denken da
fast alle Patienten im Demo Modus erhebliche Fehler zeigen.
Erst danach denke ich an Unwirksamkeit.
Falls das Hustenrezidiv nach 1 Jahr vorliegt kann es sich um
saisonales Asthma gehandelt haben.
Falls kein Rezidiv erfogt war es evtl. ein protrahierter Infekt (Adenovirenhusten oft bis 3 Mo).

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Ich gehe davon aus die Diagnose : VCD(Vocal-Cord-Dysfunction) ist ausgeschlossen!

Dr. ...Dr. ...(1)
Pulmologie

Wurde eine Kinematografie durchgeführt und ein PPI Versuch ex juvantibus hat angesprochen?

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

WIRKLICH SIMPEL, absolut non invasiv, basal, initial und klinisch, dafür aber unentbehrlich und durch KEINE andere Untersuchung zu ersetzen:
Haben Sie die Sternocostalregion und den (meist nur linken) 5. Rippenbogen schon einmal gründlich auf Druckempfindlichkeiten untersucht?
--> Mit dem Daumen KRÄFTIG (bis zu 4kg Druck, bei empfindlichen Pat reicht sehr viel weniger) das gesamte Sternum, die Sternoclaviculargelenke und alle Costosternalgelenke auf Schmerzhaftigkeit palpieren, ebenso die 5. Rippe und die beidseitigen ICR.

Wenn dies einen Befund ergibt, kontaktieren Sie mich gern, zunächst würde ich die Therapie gerne mündlich mitteilen, da sie sehr simpel - dann aber sehr oft erstaunlich wirksam ist.
Für den Erfolgsfall teile ich sie dann gerne auch im Forum mit.

Nun hat sich der Anlaß gebende Fall bereits gelöst, da aber dieses Problem recht häufig ist, verfasse ich dennoch diesen Kommentar

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Bitte an Reflux-Husten denken und 2-wöchige abendliche Pantoprazol-Therapie und abendlichen Verzicht auf alles Saure ( Wein, Obst, Essig, Tomaten,Gewürze, Gebratenes,Süßes) sowie nächtliche Oberkörperhochlage etwa 12 cm empfehlen sowie nach reflux-verstärkendem Schnarchen und Schlafapnoe fahnden u evtl. therapieren.
viel Erfolg!

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Thoraxchirurgie, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Hämatologie und Onkologie, Pulmologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
husten, ct, clarithromycin, ciprofloxacin, cortisontherapie

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letzte Änderung: 1.1.1970 1:00