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Visusminderung

Dr. ...


Visusminderung

Bei einer 30jährigen Patientin mit Miopie (ca. 12 dp bds) und Glaukoma chronicum simplex (ED vor 1J; iB mit Xalatan) wird zufälligerweise eine Visusminderung um ca. 50% im re. Auge festgestellt. Der Augenhintergrund ist OK, abgesehen von einer Papilleexcavation bds; Rest der AA-Untersuchung auch OK. Schädel-NMR oB, ENA, ANA, p- c-ANCA, BB, BKS und übliche chem. Parameter auch oB. Bei einer Kontrolluntersuchung ist alles wieder normal, Visus mit Brillen völlig korrigierbar. Ein Rö-Thorax wird noch gemacht (zum Ausschluß einer Sarkoidose).
In der Vorgeschichte nur Migräne sans migraine (nur Flimmerskotome) seit 10 Jahren, keine Dauermedikation, Nichtraucherin.
Was sollte noch untersucht werden?

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 31 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
FÄ für Neurologie

War das VEP o.B.?
DD wurde ja wahrscheinlich an eine Retrobulbärneuritis gedacht.
Mittels LP könnte auf MS untersucht werden.
Bei aktueller Beschwerdefreiheit, spricht m.E. nichts dagegen, es zunächst bei augenärztlichen kontroleln zu belassen, da sich aktuell keine therapuetische Konsequenz ergäbe.

Gruß aus HH
a-m nietfeld

Dr. ...Dr. ...
Augenheilkunde, Öffentliches Gesundheitswesen

Bei einseitigen, reversiblen Visusminderungen sollte immer auch an eine inkomplette Amaurosis fugax gedacht werden. Meist liegt hier dann eine vaskuläre Ursache der arteriellen Retinagefäße vor. Bei Glaukom ist auch die Gefahr einer Venenastthrombose erhöht. Wird die "Pille" genommen?
M.E. sollte eine Fluoreszenz-Angiographie mit Messung der Arm-Retina Zeit durchgeführt werden. Eine Minderdurchblutung von Netzhautgefäßen wäre so erkennbar.
Beste Grüße L.N.

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Vielen dank für die Antwort. Nein, die Pat. nimmt keine Kontrazeptiva (wegen dieser "Migräne ohne Kopfschmerzen"). Derzeit ist sie beschwerdenfrei. Daher haben wir mit ihr nichts mehr gemacht (Augenhintergrund unverändert). Ich hatte auch als nächstes an das VEP gedacht.
Sie hatte beim letzten Besuch Kinderwunsch geäußert und fragte, ob eine Schwangerschaft/Geburt ihre Glaukoma beeinflussen könnte und ob sie weiterhin Xalatan nehmen darf.
Wäre sehr dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Bislang habe ich in der Praxis nur ältere Pat. mit Glaukoma gehabt.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Neurologie,

Dem Beitrag wurde folgendes Schlagwort zugeordnet:
Visusminderung Glaukom

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04