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Was denken Sie über die HPV-Impfung? Eine Umfrage....

Dr. ...
Bewertung:


Was denken Sie über die HPV-Impfung? Eine Umfrage.

Hallo!
In Anlehnung an unser anderes Thema
"HPV-Impfung - sinnvollste Verfahrensweise?"
( http://www.esanum.de/fragendetail/395 ) und die derzeite Kontroverse in Fachkreisen bin ich an der Meinung der Esanum-Nutzer interessiert.
Wie sehen Sie die Situation?
Ich bleibe eher kritisch, bin aber durchaus belehrbar. Da ich mir derzeit eine Stelle in der Pädiatrie suche, werden solche Fragen unausweichlich kommen. Was denken Sie?
Viele Grüße!

Abstimmungsergebnis

Empfehlen Sie Ihren Patientinnen die HPV-Impfung, und warum?

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Diskussion

27 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 375 Ärzte verfolgen diese Diskussion
7 von 15 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

ich bin der meinung,daß die HPV impfung ein enormer
fortschritt für unsere ärztlichen vorsorgemöglichkeiten
bedeutet.meine eigene tochter würde ich ineinem alter
von 10 jahren impfen lassen.aber auch jungen sollten
geimpft werden!

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie

Würden Sie dann trotzdem weitere Vorsorge empfehlen?
Wie sehen Sie die Möglichkeit, daß sich Patienten in falscher Sicherheit wiegen und die weitere Vorsorge sausen lassen könnten?

Viele Grüße aus Berlin!

10 von 18 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die STIKO ist m. E, ein obskurer Verein. Der Herr Vorsitzende, als die HPV-Impfung beschlossen wurde, ist mittlerweile bei der Herstellerfirma des Impfstoffs beschäftigt, wie zu hören ist. Die Studienlage zum Thema ist laut Arzneitelegramm ebenfalls sehr obskur. Wer geht noch zur Vorsorge, wenn er ja geschützt ist.
Die neue Impfabrechnung, eine Unverschämtheit, lehnt sich an STIKO an.
Unsere Würde wird sytematisch mit den Füßen getreten von unseren eigenen Funktionären im Auftrag des Staates.

9 von 10 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich denke, die HPV-Impfung stellt eine wunderbare neue Dimension in der Vorsorge dar! Wichtig ist natürlich der Patientin klipp und klar zu sagen, daß trotz der Impfung die üblichen Vorsorgeleistungen stattfinden müssen - aber das sollte doch eigentlich kein Problem sein. Neben den beiden häufigsten HP-Viren werden auch die wichtigsten Erreger der Genitalwarzen (bei Gardasil) abgedeckt und wer schon mal ein durch Genitalwarzen und die nachfolgende Therapie verunstaltetes Genitale gesehen hat wird ganz unabhängig vom Cervix-Ca die Impfung befürworten.
Dem Kollegen Saueressig gebe ich recht - die Impfabrechnung, zumal nach dem neuesten EBM bei uns in Württemberg, ist eine Frechheit!

11 von 12 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Immunologie

Der ehem. Vorsitzende der Stiko, der Pädiater Prof. Schmitt hat meines Wissens zu Novartis (ehem Chiron Behring) gewechselt, weil ihm dort bessere Forschungsmöglichkeiten in seinem Fachgebiet Infektiologie geboten wurden als an der Uni. Novartis stellt aber keinen HPV-Impfstoff her! (Tetanol, Grippe, FSME etc.)
Die Studienlage ist m. E. eindeutig: Die Impfung schützt zuverlässig vor einer Infektion mit den HPV Typen 16 und 18, die für ca. 70 % der Cervix-Ca. veranwortlich sind.

2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die Impfstoffe Gardasil und Cervarix sind sehr innovativ und wirksam, kann mann in diversen Studien nachlesen, die Wirksamkeit ist für die Dauer von >5 Jahren real, länger gibt es die Impfstoffe ja auch noch nicht. Wäre toll, wenn es dann mit der Impfung gegen Gebärmutterhalkrebs losgeht, dass bis dahin alle Kinder mit allen anderen empfohlenen Impfungen versorgt wurden. Denke da besonders an Pertussis, Masern, Meningokokken usw.

4 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

In der Schulklasse meiner Tochter ist die HPV-Impfung ein großes Thema.Sie selber hat mich angesprochen,wann sie endlich geimpft wird.Ich halte die Impfung für sinnvoll,da ich vor wenigen Monaten eine Patientin verloren habe,die an einem weit fortgeschrittenem Cervix-Ca gelitten hat und sie war erst 48 Jahre alt.Natürlich ersetzt die Impfung nicht den Abstrich und auch über die Gefahren durch häufig wechselnden GV ohne entsprechenden Schutz muß unbedingt aufgeklärt werden

9 von 16 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Novartis hat Behring gekauft, ist so mit ganz klar auch Impfstoff-Hersteller, Kollegen wie Schmitt werden weiter "sinnvoll" wirken. Es wird mit dieser Virusimpfung bis zu 1/2 Milliarde im Jahr ausgegeben ohne sicher erwiesenen medizinischen Sinn und obendrein möglicher Gefährdung, Näheres steht z. B. im Arzneitelegramm. Am Besten käuft sich jeder 2 Tonnen Watte, setzt sich hinein und betet, dass nichts passiert.

3 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Pathologie, Allgemeine Gynäkologie

Liebe Kollegen,
diesen Artikel habe ich heute im Ärzteblatt gelesen.
Der europäischen Zulassungsbehörde EMEA sind zwei Todesfälle nach der Impfung mit dem Krebs-Impfstoff Gardasil gemeldet worden. Die Behörde sieht aber derzeit keinen Anlass zu einer Neubewertung.

Die beiden Fälle ereigneten sich in Österreich und in Deutschland. Es handelt sich um plötzliche und unerwartete Todesfälle bei jungen Frauen, für die es bisher keine Erklärung gebe. Ein kausaler Zusammenhang mit der Impfung sei nicht belegt, heißt es in der kurzen Pressemitteilung, die keine weiteren Einzelheiten zu den Fällen nennt. Die EMEA hält an seiner bisherigen Einschätzung fest, nach welcher die Vorteile die Risiken überwiegen.
Da Gardasil nach wie vor kontrovers diskutiert wird, trägt diese Studie sicherlich nicht zur allgemeinen Beruhigung bei.
Eigentlich sehe ich diese Impfung ebenfalls als einen grossen medizinischen Fortschritt an.
Ob die Todesfälle mit Gardasil in Zusammenhang gebracht werden, wird sich hoffentlich bald heraus kristallisieren.
Liebe Grüße

3 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Anästhesiologie allgemein

Ich wurde zuerst durch regelrecht aggressive Werbug für die HPV-Impfung auf das Thema aufmerksam gemacht.
Ich halte ein verantwortungsvolles Sexualleben und regelmäßige Vrsorgekontrolle für sicherer, kann diese "Meinung" aber nicht mit Fakten belegen.
Ich habe leider keine Quellen gefunden, in welchem Land und unter welchen Bedingungen (Prävalenz HPV-Infektion,Gebärmutterhalskrebs ) die Notwendigkeit und Wirkung der Impfung getestet wurde.
Wo gibt es Hintergrundinfomationen dazu?
Bin sonst eher Befürworter von Impfungen, stehe aber der HPV-Impfung bisher sehr skeptisch gegenüber.

5 von 6 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

für Wolli: ausführlich kann man im Arzneitelegramm über die mehr als dubiosen Hintergründe bzgl. des HPV-Impfstoffes und seiner angeblich so hohen Wirksamkeit lesen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Ich empfehle vor allem die Gardasilimpfung um Genitalwarzen einzudämmen,diese sind wirklich schrecklich.Ich fürchte aber die Scheinsicherheit in der sich die Patienten wiegen.Geht dann erst recht keiner mehr zur Vorsorge?

5 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeinmedizin

Wenn man anfängt die Kosten aufzurechnen und sich mit dem Arzneimitteltelegramm auseinanderzusetzen, dann ist auch die Meningokokkenimpfung (9 gerettete Leben für 250000000 Euro pro Jahr) mehr als fragwürdig. AAußerdem ist nicht nur Herr Schmitt (oder war) auf der Lohnliste der Industrie sondern 11 (oder so ähnlich, habe den Artikel nicht vorliegen) Mirglieder der STIKO. Ich denke, dass man als Arzt an der Basis, sei es nun Allg Med oder KiJuMed in Foren wie diesen und kritischen Diskussionen besser beraten ist als von der STIKO. Allerdings scheint mir (auch nach Studium des betr. Artikels im Telegramm) die HPV-Impfung zzt. noch sinnvoll. Die (unabhängigen) follow-up-Studien fallen allerdings schon etwas unspektakkulärer aus als die (von der Firma gezahlten) Zulassungsstudien, aber das ist ja bei jeder Neuzulassung so. Man sprciht ja im Rahmen der Forschung am Menschen nicht umsonst vom aktuellen Stand des Irrtums...

3 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin, Innere Medizin

Lt. Arzneitelegramm ist die hochgejubelte HPV-Impfung mehr als kritisch zu bewerten, und dies wird auch eindeutig begründet.
Kann mich dieser Meinung nur anschließen und würde es meinen Töchtern nicht empfehlen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die HPV Impfung erlebt gerade dass, was andere Impfungen, wie Polio o.ä. schon seit Jahren durchmachen. Das Bewußtsein für Impfungen erschöpft sich heute nur noch in der Betrachtung der NW, nicht mehr in der des Schutzes. Da heute viele Erkrankungen nicht mehr vorkommen, viele daher das Krankheitsbild weder als Betroffener oder als Arzt je gesehen haben, kapriziert man sich auf die NW. Das ist für viele Impfungen leider fatal.
Auf der anderen Seite ist die Medienhype um den Impfstoff natürlich reichlich gepusht.
So erkranken mindestens 25-30% aller Frauen unter 30 LJ an HPV, von denen aber bis zum Lebensende circa 2.5% lediglich HPV positiv bleiben. Davon erleben nun circa 30% eine cervicale Dysplasie bis hin zum CA. D.H. lediglich vielleicht 1% aller vorher Betroffenen. Man kann natürlich jetzt wie in Holland rein Kosten gegen Nutzen aufrechnen, wird damit aber wohl kaum einem präventiven Charakter gerecht.
Die Impfung wiederum hat einen Effekt bei circa 70% der häufigsten, nicht toll, aber besser als alles bisher bekannte. Die bislang bekannten NW und deren Quote übersteigt nicht die der ähnlich strukturierten Impfungen. Aus diesem Grunde empfehle ich die Impfung und impfe natürlich auch.
Leider bekommen wir aber, wie so oft, diejenige Klientel nicht in die Praxis zur Impfung, die bereits, von Eltern gelernt, ein geringes Präventionsempfinden hat. Diese Mädchen gehen später auch selten zum Gyn und haben ein höheres Risiko ein höhergradiges CA zu bekommen. - Leider -.

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Als Nicht-Gynäkologe führe ich bewußt die HPV-Impfung nicht selbst durch, empfehle jedoch im Zusammenhang mit der Beratung durch einen Gynäkologen diese Impfung, seit durch Prof.Dr. K. Petry, der hier in Deutschland das erste Gebärmutterhals-Screening (auch weltweit) entwickelte und den Zusammenhang mit den HPV-Subtypen mit Kollegen der MH-Hannover feststellte, die Impfung bei nicht infizierten jungen Frauen/ Mädchen aufgrund der hohen Inzidenz empfohlen wurde. Da dieser Kollege für mich authentisch und eher frei von Beeinflussung durch die Pharma-Industrie (Klinik-Chef der Gynäkologie im Klinikum Wolfsburg) ist, denke ich, sollte der Nutzen doch größer als die möglichen Nachteile sein.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Gynäkologie, Allgemeinmedizin

Persönlich stehe ich der HPV - Impfung noch deutlich skeptisch gegenüber. Auch wenn die im Ärzteblatt publizierten Todesfälle keine sichere Verbindung mit der Impfung haben und es, wie dort zitiert, in den USA eine Vielzahl davon gibt (!) - was mich stutzig macht, ist die unheimlich übereilte und marktschreierische Einführung - da denkt man schnell mal an Arzneimittel wie Contargan und dergleichen. Mir ist die Datenlage insgesamt einfach noch weit zu unsicher.

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Psychiatrie

Hallo,
In der Regel braucht es 10 Jahre bis eine HPV-Infektion zu einem invasiven Carzinom führt.Bei den vorliegenden Studien zu Cervarix betrug die Nachuntersuchungszeit lediglich 3,5 Jahre, bei Gardasil 4,5 Jahre! Ein Schutz gegen Krebs ist also gar nicht bewiesen.
Hinzu kommt die kommerzielle Problematik der hier schon mehrfach erwähnten Interessengruppen und die eventuellen, ungeklärten Nebenwirkungen (Todesfälle!).
Auch ist die Impfung für Jungen und Mädchen ab dem 9. Lebensjahr zugelassen.Untersuchungen an Kindern in diesem Alter liegen nicht vor.
Ich sehe das Ganze kritisch, Sexualpädagogik und regelmäßige Krebsfrüherkennung erscheinen mir weitaus sinnvoller.

MfG

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Kinder- und Jugendmedizin

Hallo,
soweit mir bekannt ist, gibt es durchaus Erfahrungen bei Kindern.Die Titerverläufe ab dem 9 Lebensjahr sind sogar höher als bei älteren Frauen,Jugendlichen.
Das cervix Ca ist doch ein sehr großes Problem,soweit ich weiß 5000 Neuerkrankung pro Jahr und 2000 davon zuspät.
Ich als Kinder u. Jugenarzt denke wir sollen unsere Jugend davor schützen.Mit Sexualpädagogik kommen wir da nicht viel weiter. Selbst bei HIV haben wir das Problem, dass die Erkrankungszahlen wieder deutlich steigen.
Ich impfe tägl. gardasil, es ist sehr gut verträglich,sogut wie keine NW lokaler Art oder Fieber.
Nach Angaben des RKI haben die berichteten Todesfälle keinen causalen Zusammenhang mit der HPV Impfung.
MfG Reuland

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich stehe auf dem Standpunkt, daß jede Immunisierung sinnvoll ist, für mich gibt es eigentlich keine bessere Prophylaxe, mal ganz abgesehen von irgendwelchen Pharmafirmen-Einflüssen. Natürlich sind derartige Maßnahmen keine Allheilmittel, sollten aber meines Erachtens nach entsprechender Prüfung umfassend eingesetzt werden.

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

Hilfreich wäre auch, daß die Grundlagen für diese Impfung beachtet würden. Nämlich "vor dem ersten GV".

Es würde viele Nachfragen verunsicherter Männer nach HPV-Nachweis-Testen und Impfungen bei vorligendem suspekten Cervix-Befund oder gesichertem Cervix-Ca der Partnerin ersparen. Es ist mir immer wieder unverständlich, daß selbst Gynäkologen die Männer dann wegen solcher Sachen zum Urologen schicken, obwohl klar sein sollte, daß auch ein Impfen der Männer zu diesem Zeitpunkt zu spät ist und es kein mit den HPV-Subtypen 16 und 18 assoziiertes Krankheitsbild in der Urologie gibt.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Kürzlich wurde nochmal die hohe Infektiösität gezeigt: http://www.journals.uchicago.edu/doi/abs/ ... 24875
Dazu gibt es ja schon bekannte Daten, dass die Impfung bei älteren Frauen nichts bringt (und hier ist "älter" nicht > 70!)
Den wahren Nutzen werden wir leider erst in 10 Jahren oder später kennen - die Schäden schon vorher. Irgendwie tragisch...

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie

Ich behandle gerade eine 16jährige, 2. Impfung 1/08, danach Polyneuroradikultits (Giullain-Barre), derzeit noch Hüpfen auf dem rechten Bein nicht möglich, Treppensteigen rechts nur erschwert möglich, Kniebeuge nur mit Hilfe beim Aufstehen möglich.
Als Neurologe und Psychiater bin ich aber zu weit weg von der Materie um mir eine Risiko-Nutzen-Bewertung zu erlauben.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Für mich stellt sich nicht wirklich die Frage ob dieser neue Impfstoff sinnvoll ist!
Meine Tochter habe ich ohne die geringsten Bedenken gegen HPV geimpft.
Welche etablierte Impfung ist ohne Komplikation? Ich kann doch eine Regel wegen wenigen Ausnahmen nicht in Frage stellen, oder?
Bevor wir über den (wirtschaftlichen) Unsinn von neuen Imfpstoffen nachdenken, sollten wir uns z.B. den unkritischen Umgang mit Statinen und den tatsächlich nachgewiesenen Effekt vor Augen halten.
Also von meiner Sicht ein ganz klares "ja" zur Impfung.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Ich halte die Datenlage für die HPV-Impfung inzwischen für gesichert. Ich als Gynäkologe habe inzwischen viele Impfungen durchgeführt, zuerst nur mit Gardasil (weil es nichts anderes gab), jetzt nur noch mit Cervarix. Das Nebenwirkungsprofil ist bei meinen Patientinnen identisch. Ich persönlich habe keinerlei schwerwiegende Impfreaktionen gesehen, die über die bei einer Impfung gegen Röteln, etc. hinausgehen. Interessant finde ich, dass nach jetzt 5 Jahren die Titerspiegel von Gardasil recht dramatisch einbrechen, insbesondere bei HPV 6 und 11 liegen diese ja mittlerweile unter denen einer stattgehabten Infektion mit HPV 6 und 11, so dass der Vorteil der Erfassung von HPV 6 und 11 zusätzlich wohl nicht mehr trägt (Veröffentlichungen von Merck selbst, die ja in USA Gardasil vertreiben). Ich impfe nur noch mit Cervarix, da hier für die ersten 6,4 Jahre gute Titer nachgewiesen wurden.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die Impfung ist auf jeden Fall sinnvoll. Endlich etwas Vorbeugendes gegen das Cervixkarzinom! Wer den Sinn in Frage stellt hat offensichtlich die Leiden zu spät erkannter Cervixkarzinompatientinnen vergessen.
Dass das HPV-Virus durch den GV übertragen wird, ist unbestritten. Deshalb sehe ich die Probleme ganz wo anders:
Obwohl eine Gardasil-Studien gezeigt haben, dass der Wirkstoff auch bei männlichen Vertretern der Menschheit wirksam ist, bezahlen die Kassen den Impfstoff nur für die Weiblichkeit. Mit welchem Recht können sich nur Mädchen zu Lasten der GKV impfen lassen und die andere Hälfte wird aussen vor gelassen? Menschenverachtender kann dieses System nicht sein! Traurig, aber wahr! Es geht - wie immer - nur um das Geld!
Gerade aus den genannten Gründen begrüße ich die Impfmöglichkeit, wenngleich sie halbherzig ist.

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dass die HPV- Impfung die 2 Viren gut verhindert scheint ja sicher zu sein. Wie die 2 anderen sich jetzt allerdings verhalten werden ist fraglich. Wir wissen nichts über die Verhütung des Cervix-Carzinoms! Bisher gibt es ausschließlich theoretische Erwägungen. Stabile Daten wird es auch in den nächsten Jahren nicht geben. Impfen wir nicht, werden wir es allerdings auch nie erfahren.
Dies sollte jede Interessierte 12-18jährige wissen.
Ein ganz anderes Thema ist der völlig überhöhte Preis für eine so breit angelegte Impfung - hier schlafen unsere Politiker.

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Die Impfung ist insgesamt zu teuer. In anderen Länder kostet diese weniger. Hier sollte eine Regulierung des Preises auf der EU-Ebene erfolgen. Wahrscheinlich eineige Abgeordnete haben durch Aufsichtsrattätigkeit keine Interesse an Preisregulierung.
Die Wirksamkeit der Impfung ist nachgewiesen bei relativ geringer NW-Rate. Andere populäre Impfungen, die weit verbreitert sind (z.B. gegen Grippe-Virus), haben wesentlich mehr NW.

0 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

@A.Konieczny: gegen was ist die Impfung wirksam? Interessiert die belegte Wirkung die Impflinge wirklich?
Die Wirkung gegen Cervixcarcinom ist jedenfalls nicht belegt!

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Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Gynäkologische Onkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeine Gynäkologie, Immunologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
hpv, gardasil, humanes papillomavirus, zervixkarzinom, impfung

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04