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Wirbelkörperhämangiome

Dr. ...
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Wirbelkörperhämangiome

Wie ist die Indikationsstellung zur Vertebroplastie bei großen Wirbelkörperhämangiomenen (gesamter Wirbelkörper). Nur bei Symptomatik (z.B. Sinterung, Blutung) oder auch prophylaktisch

Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 68 Ärzte verfolgen diese Diskussion
5 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Neurochirurgie

1867 hatte Virchow das erste WK Haemangiom beschrieben.
Klinisch werden etwa 50% der Wirbelkörperhaemangiome asymptomatisch als "Zufallsbefunde" entdeckt. 2/3 aller knöchernen Haemangiome trten im Bereich des Schädels oder der Wirbelsäule auf. Nach neueren Untersuchungen weiß man, daß symtomatische Haemangiome in 12% Schmerzen verursachen und zu einer Behandlung führen. 5% nur klagen über neurologische Ausfälle und müssen direkt neurochirurgisch / unfallchirurgisch oder orthopaedisch OPERATIV versorgt werden.
Wie eine biomechanische Studie aus England 2005 gezeigt hatte, kann über eine Vertebroblastik eine Stress-Verformung und -Laesion des WK-Bogenapparates und der Diskusstrukturen effektiv ohne eine neurologische Schädigung zu riskieren, erreicht werden.
Bei sehr großer Ausdehnung des WK-Haemangiomes, ist vor einer solchen Maßnahme eine Embolisation oder selektive Radiatio zu erwägen. Solche Verfahren sind in geeigneten Zentren der Maximalversorgung mit einer interdisziplinaeren Wirbelsäulenchirurgie zu bewältigen.
Knöcherne Haemangiome sind häufig asymptomatisch und bedürfen keiner Behandlung. Ausnahme:! WK-Haemangiome, die "Steeleffekte" haemodynamisch wegen ihrer Ausdehnung verursachen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Neurochirurgie

Vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Häufig kann man leider nicht differenzieren, ob Schmerzen durch das Angiom verursacht sind oder durch die degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule hervorgerufen werden. Im vorliegenden Fall werden rezidivierende Rückenschmerzen lumbal geklagt ohne nähere Lokalisation. Beschwerden vor allen Dingen beim Laufen auf Beton, jedoch nicht auf Feldwegen, Beschwerden nicht immer vorhanden. Das Hämangion betrifft den gesamten Körper von LWK2 ohne Beteiligung der Bogenwurzeln. Außerdem besteht ein weiteres Hämangiom in LWK5, welches ca. die Hälfte des WK einnimmt. Wie würden Sie verfahren? Vielen Dank

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Neurochirurgie,

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23