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Große Impflücken in den Indikationsgruppen

Eine Indikation für eine Hepatitis B Impfung besteht laut STIKO für.

Eine Indikation für eine Hepatitis B Impfung besteht laut STIKO für<sup>1</sup>:

  1. Personen, bei denen wegen einer vorbestehenden oder zu erwartenden Immundefizienz bzw. -suppression oder wegen einer vorbestehenden Erkrankung ein schwerer Verlauf einer Hepatitis-B-Erkrankung zu erwarten ist, z. B. HIV-Positive, Hepatitis-C-Positive, Dialysepatienten
  2. Personen mit einem erhöhten nichtberuflichen Expositionsrisiko, z. B. Kontakt zu HBsAg-Trägern in Familie/Wohngemeinschaft, Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, i. v. Drogenkonsumenten, Gefängnisinsassen, ggf. Patienten psychiatrischer Einrichtungen

Die Hepatitis B Impfung ist außerdem empfohlen bei allen Säuglingen, Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag, Personen mit einem erhöhten beruflichen Expositionsrisiko sowie bei Reisenden gemäß Gefährdungsbeurteilung.

Frage 1: Wie gut ist die Durchimpfungsrate bei intravenös Drogen gebrauchenden Menschen (IVD)?2

Auskunft darüber gibt die sog. DRUCK-Studie („Drogen und chronische Infektionskrankheiten“)

Ergebnis: Die HBV-Impfprävalenz, gemessen durch Nachweis von Anti-HBs, lag nur zwischen 15 – 52 %.

Frage 2:3
• Wird seronegativen Personen aus Risikogruppen eine Hep B-Impfung angeboten?
• Wird Haushaltskontaktpersonen und Sexualpartnern von Hep B positiven Personen eine Hep B-Impfung angeboten?

Methode: Online Befragung in 6 europäischen Ländern

Ergebnisse für Deutschland:
Impfungen

Ergebnisse der Befragung zu Hepatitis-B-Impfung:

Schlussfolgerung: Bei einer indikationsspezifischen Impfstrategie werden signifikante Teile der Zielgruppen nicht erreicht.