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Kino: Kritik zu "Der Super-Hypochonder"

-Jetzt bin ich krank und hab kein Internet!-


Dany Boon kenne ich noch aus "Willkommen bei den Sch’tis", als er 2008 mit unglaublich charmanter französischer Situationskomik punktete. An diesen Erfolg versucht Boon jetzt mit dem „Super-Hypochonder“ anzuschließen. Auch dieses Mal agiert er wieder in der Superlative: als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller.

Natürlich war auch "der Neue" für uns ein Muss, vor allem weil doch das Thema Hypochondrie für eine Komödie einiges hergeben sollte. Der Super Hypochonder Romain Faubert gespielt von Danny Boon bedient zunächst das gängige Krankheitsbild auf eine klamaukige Art und Weise: Seine Wohnung sieht aus wie eine Hobbyapotheke und seine Fähigkeit zu sozialer Interaktion ist aufgrund von Keimübertragungsangst stark, wenn nicht gänzlich, eingeschränkt. Da wird ein Kuss auch schon einmal per Faustschlag erwidert…

Sein einziger Freund ist natürlich sein Arzt Dimitri (Kad Merad), der vom "Lieblingspatienten" sowohl genervt fühlt, als auch sein Helfersyndrom geweckt sieht. Mit dem Motto: "Die Liebe heilt alles" versucht Dimitri für Romain eine Frau zu suchen, die ihn aus der Einsamkeit und damit auch aus der Hypochondrie befreien soll. Bekanntermaßen sind auch Liebesgeschichten in einer Filmstory ein dankbares Thema. Leider erlebt der Film aber an diesem Punkt einen Bruch. Es geht plötzlich nicht mehr um eingebildete Krankheiten. Romain verliebt sich nämlich bei einem Hilfseinsatz für Flüchtlinge in die Schwester seines Arztes Dimitri. Sie wiederum hält ihn für einen Revolutionskämpfer ihres Heimatlandes Tscherkistan und verfällt ihm hoffnungslos. Allerdings hat diese Verwechslung für Romain auf etwas absurde Art und Weise auch die Ausweisung aus Frankreich zur Folge. Plötzlich befindet man sich inmitten des frei erfundenen Militärstaates Tscherkistan (Walter Moers lässt grüßen…), der unter den aktuellen osteuropäischen Konstellationen auch eher mulmige Gefühle seitens der Zuschauer auslösen dürfte.

Leider waren wohl an dieser Stelle die eigenen Fußstapfen zu groß, so dass mit dem Superhypochonder keine würdige Fortsetzung von "Willkommen bei den Sch’tis" entstanden ist. Dany Boon spielt dennoch eine glaubhafte neurotische Hauptfigur und liefert durchaus die eine oder andere Situation zum Schmunzeln. Erwartet man sich allerdings als Mediziner, eine Anleitung für den spielerischen Umgang mit Hypochondern, ist man mit diesem Film an der falschen Adresse. Hat sich der Gang ins Kino also gelohnt? Darauf ein klares Jein. Ein Film, den man sich anschauen kann, aber nicht muss.