esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Zum Honorarstreit niedergelassener Ärzte – mediale Berichterstattung

Wertes Kollegium,

Ihnen allen bekannt sind die kürzlich getroffenen Entscheidungen zur Honorarerhöhung niedergelassener Kollegen. Ich möchte hier einmal die Wirkung dieser Entscheidung zur Diskussion stellen.

Beschlossen wurde eine, für uns Ärzteschaft lächerliche, Erhöhung der Honorare um knapp 300 Millionen Euro im Jahr. Effektiv macht das bei ca. 143.000 niedergelassenen Kollegen in Deutschland (Quelle: Bundesärztekammer, Statistik 2011) im monatlichen Netto eines niedergelassenen Kollegen vielleicht eine Erhöhung um vermutlich knapp 100€. Das ist selbstverständlich indiskutabel wenig.

Was mich andererseits aber massiv stört ist die mediale Berichterstattung. In Nachrichtenformaten jeglicher Art wird mit diesen horrenden und unvorstellbaren Zahlen herumgeworfen… "Hausärzte bekommen 300 Millionen mehr pro Jahr. Ärzte fordern aber 3,5 Milliarden". Diese Zahlen bleiben selbstverständlich ohne weiteren Kommentar stehen. Dass das Geld auf 150.000 Ärzte und die entsprechenden Monate im Jahr verteilt wird, erklärt niemand. Und wie solche Zahlen auf Menschen wirken, die dies nicht reflektieren (können), ist auch selbsterklärend.

Das ist in meinen Augen populistische Meinungsmache gegen unsere Ärzteschaft und zieht unsere Forderungen in der Bevölkerung nahezu ins Lächerliche. Ich selbst wurde schon mit Vorwürfen in der Praxis konfrontiert: "Aber Herr Doktor, nun seien Sie mal ehrlich: so schlecht geht’s Ihnen doch nicht, dass Sie 3 Milliarden mehr brauchen".

Halten Sie die Berichterstattung für gerechtfertigt. Ist nicht eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung auch wichtig für uns und unsere Forderungen?