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Varikosis – erblich bedingt und sogar ansteckend?

Wie wir schon lange ahnen, erhöht sich das Risiko für die Ausbildung einer Varikosis, wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind. Eine schwedische Studie auf der Basis des nationalen Swedish Multi-Generation-Register enthält die Daten von circa 40.000 Patienten, die aufgrund einer Varikosis stationär behandelt wurden. Als Maß für das Erkrankungsrisiko gilt hierbei die "standardized incidence ratio" (SIR), die das Verhältnis zwischen den beobachteten und den erwarteten Varizenfällen beschreibt. Die zu erwartenden Fälle wurden berechnet auf Basis diverser Risikofaktoren wie Geschlecht, Alter und sozioökonomischen Status.

Studienteilnehmer mit nur einem an Varizen erkrankten Elternteil haben beispielsweise einen SIR-Wert von 2,39. Bei Patienten mit nur einem erkrankten Geschwister lag der Wert bereits bei 2,89. Waren mehrere Geschwisteroder beide Eltern betroffen, so lagen die Werte schon über 5. Die Wissenschaftler haben noch kein eindeutiges Gen im Zusammenhang mit Varikosis gefunden. Es wurde jedoch Mutationen im FOXC2-Gen (Forkhead box protein C2) entdeckt, die mit einer Schwäche der Gefäßklappen in den Beinvenen assoziiert sein sollen.

Interessanterweise konnte auch bei Nichtverwandten ein erhöhtes Varikosis-Risiko erkannt werden. Der SIR-Wert von den Ehemännern der an Varizen erkrankten Frauen lag bei 1,68. Eine Ansteckung ist wohl übertrieben. Dass aber Faktoren wie Ernährung und körperliche Aktivität das Varikosis-Risiko beeinflussen, soll damit verdeutlicht werden.