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Hautkrebs bei hellhäutigen durch Unterschiede im Melanin

Schon lange ist bekannt, dass Menschen mit heller Haut, roten Haaren und Sommersprossen (Hauttyp I) häufiger an Hautkrebs erkranken, als Menschen mit dunkler Haut. Als Grund wurde angenommen, dass bei dieser Gruppe ein niedrigerer Schutz gegen UV-Strahlen besteht, die ja durch DNA-Schädigung ein Melanom verursachen können.

Nun haben Forscher des Massachusetts General Hospital (MGH) herausgefunden, dass es einen anderen Grund für die höhere Inzidenz von Melanomen bei hellhäutigen Menschen geben könnte. In der Haut werden verschiedene Melanintypen produziert, das Eumelanin, das vornehmlich von Menschen mit dunklerer Haut gebildet wird und das Pheomelanin, das vermehrt bei hellhäutigen Personen gebildet wird. Durch Mausversuche konnte schon gezeigt werden, dass Mäuse, die nur Eumelanin produzieren viel seltener unter UV-Strahlung ein Melanom entwickelten als Mäuse, die Pheomelanin produzierten. Die Forscher gingen noch weiter und verglichen sogenannte Melanin-knock-off Mäuse (Albino-Mäuse) mit denen, die nur das Pheomelanin produzierten. Auch diesmal entwickelte die Gruppe der Mäuse mit Pheomelanin-Produktion häufiger ein Melanom, als die Albino-Gruppe. Dieses Ergebnis und weitere Untersuchungen führten zu der Annahme, dass das Pheomelanin bei hellhäutigen Menschen, nicht nur eine geringer Protektion gegen UV-Strahlen bedingt, sondern sogar kanzerogene Wirkung auf die DNA haben könnte.

Die vollständigen Ergebnisse wurden im renommierten Journal Nature publiziert und sind hier nachzulesen: http://www.nature.com/news/redhead-pigment-boosts-skin-cancer-risk-1.11711

Was halten Sie von diesen Ergebnissen? Denken Sie auch, dass dies ein wichtiger Schritt ist in der Erkennung der Pathogenese des Melanoms?