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Der natürliche Bypass - wie Herzen sich in Zukunft selbst heilen sollen

Von wegen Sport ist Mord, ganz im Gegenteil. Am Leipziger Herzzentrum wird zur Zeit ein Experiment durchgeführt. Das Prinzip ist relativ alt und einfach, dennoch ist das Konzept innovativ: Patienten mit verkalkten Herzkranzgefäßen machen dort unter Aufsicht Sport. Vier Wochen lang und das jeden Tag. Das Ziel: Der Sport soll die Ateriogenese und damit die Bildung von Kollateralen anregen. Das Ergebnis nach einem Jahr ist verblüffend: Unter den Sportlern blieben 88 % ohne erneute Beschwerden und unter der Kontrollgruppe (Stent-Patienten) nur 70%.

An der Charité gibt es ein ähnliches Experiment mit der sogenannten Herzhose Sie besteht aus aufblasbaren Manschetten und wird segmentweise aufgepumpt. Das Blut schiesst so nach oben bis in das Herz. Dieser künstlich gesteigerte Blutfluss soll auch Kollateralen zum Wachstum anregen. Die Studie ist noch nicht zu Ende, scheint aber ebenso Gutes zu versprechen.

Es ist hier nicht das Ziel, die Patienten davon abzuhalten, sich selbst zu bewegen. Diese Methode soll in Zukunft vor allem die Übergangsphasen überbrücken, bis der Herzlahme selbst trainieren kann.

Nach der Jungbrunnenpille für das Herz wird natürlich auch geforscht. Wobei sich das weiterhin schwierig gestalten wird: Ateriogenese ist ein komplexes Geschehen, das von vielen Faktoren abhängt. Es ist eben nicht so leicht den Effekt von Sport in eine Pille zu pressen...

Aber ist das nicht ein schöner Anreiz, den Patienten (und vielleicht auch sich selbst) wieder mehr zur sportlichen Betätigung anzuregen?