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Dramatischer Verlauf einer Purpura-Schönlein-Henoch.

Liebe Kollegen,

Letzten Monat nahm ich an einer Fortbildung für Kinderimmunologie teil, die sehr interessant war und einige spannende Fallberichte beinhaltete. Meine Aufmerksamkeit zog ein Fall mit einem kleinen Patient auf sich, der an einer sehr schwerwiegend verlaufenden Purpura-Schönlein-Henoch erkrankt war.

Die Diagnose PSH ist bei niedergelassen Pädiatern wirklich nichts seltenes, da es auch die häufigste Vaskulitis im Kinderalter ist. Allerdings verlief sie bei diesem 11-jährigen Patienten besonders fulminant mit Lungenblutung, Intubation und einigen Wochen stationärem Aufenthalt unter anderem auf der Intensivstation. Der niedergelassene Pädiater, der den Patienten zuerst gesehen hatte ahnte nichts von diesem Verlauf oder der schweren Beteiligung der inneren Organe und verordnete bei leichter Purpura und Arthralgien Bettruhe und NSARD bei Bedarf. Es ging dem kleinen Jungen aber sehr schnell sehr schlecht, sodass es in den nächsten 48 Stunden zu einer stationären Aufnahme kam und eine der Patient intensivpflichtig wurde.

Als ich diesen Fall hörte, fragt ich mich und dann auch die Vorträgerin, mit welchen Untersuchungen oder auch Vorkehrungen man solche schweren Fälle einer PSH zuvor kommen kann und solche Verläufe eventuell schon vorher absehen kann. Eine befriedigende Antwort konnte ich nicht finden und wollte hier im Forum nach weiteren Erfahrungen fragen.

Hatten Sie schon einmal Patienten mit einem solch schweren Verlauf der Purpura-Schönlein-Henoch oder einer Ihrer Kollegen? Gab es Vorboten, die einen derartigen Verlauf ankündigten? Wie kann man als niedergelassener Arzt einen solchen Patienten nach Hause schicken ohne die Befürchtung zu haben, dass der Patient bald schwer krank wird?

Ich freue mich auf Ihre Anregungen.