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Bariatrische Chirurgie – für Kinder wie Erwachsene ein Segen mit Fluch

Die bariatrische Chirurgie, sprich chirurgische Maßnahmen bei adipösen Patienten zur Gewichtsreduktion (allen voran Magenbypass und Magenband) sind weltweit auf dem Vormarsch. Wie das Ärzteblatt berichtet hat eine neu publizierte Studie knapp 500 Patienten randomisiert und die Effekte der Magen-Bypass-OP mittels Roux-Y-Anastomose untersucht (Abstract: http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1360861 ). Die Ergebnisse zeigten (grob zusammengefasst), dass auch langfristig eine effektive Gewichtsreduktion möglich ist, sowie Folgeerkrankungen wie art. Hypertonie, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie signifikant weniger auftreten als in der Kontrollgruppe mit konservativen gewichtsreduzierenden Maßnahmen. Dem gegenüber stehen nebst der größeren Anzahl an Chirurgie-bedingten Klinikaufenthalten eine interessanterweise höhere Rate an Suiziden sowie unklaren Todesfällen in der Gruppe der operierten Patienten. In Fragebögen schnitt bei insgesamt besserer Lebensqualität nach OP die mentale Komponente deutlich schlechter ab gegenüber der Kontrollgruppe (vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51723 ). Es stellt sich hier die Frage, was die Gründe für die offensichtlich psychischen Komplikationen sind und wie man dem entgegen wirken kann.

Zusätzlich hat zu dem Thema die Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin eine Stellungnahme der Expertengruppe der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter veröffentlicht ( http://www.aga.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=368&tx;_ttnews[tt_news]=5&cHash;=f77f7b822ee5da2a67fbb909d790596d ). Demzufolge sind die kürzlich in Fachzeitschriften als risikoarme und sichere Methode zur Gewichtsreduktion dargestellte bariatrische Chirurgie bei Kindern und Jugendlichen mit Vorsicht zu genießen und mitnichten risikoarm. Die Gesellschaft weist ausdrücklich auf die Nebenwirkungen und Risiken des operativen Eingriffs hin und warnt vor zu schneller und großzügiger Indikationsstellung.

Alles in allem scheint die bariatrische Chirurgie eine sichere Methode zur Gewichtsreduktion zu sein; auch nachhaltig und langfristig. Folgeerkrankungen können verhindert oder minimiert werden. Allerdings stehen dem Risiken und Nebenwirkungen und nicht zuletzt psychische Folgen gegenüber, welche es bei der Indikationsstellung zu beachten gilt.

Wie sind Ihre Erfahrungen bzgl. der Indikationsstellung zu bariatrischer Chirurgie? Können Sie aus dem pädiatrischen oder erwachsenen Bereich derartige Komplikationen berichten? Worin sehen Sie diese Probleme begründet?