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Lichttherapie für Herzrythmusstörungen?

Das Vorhofflimmern ist eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Tätigkeit der Herzvorhöfe, sie ist die häufigste Form bei den Patienten über 65 Jahren und kann schlimme Folgen hervorrufen. Da die Vorhöfe sich unregelmäßig kontrahieren, können Blutgerinnsel entstehen, die sich ablösen und embolische Ereignisse auslösen können. 20% aller Schlaganfälle werden durch das Vorhofflimmern verursacht.

Der Goldstandard in der Therapie ist die elektrische Kardioversion, die ambulant in kardiologischen Praxen oder stationär erfolgen kann, jedoch unter Aufsicht von erfahrenen Ärzten. Bei der Kardioversion wird ein Gleichstromimpuls in den Körper appliziert, dieser kann mittels Defibrillator auf die Brustwand (externe elektrische Kardioversion) oder durch einen implantierbaren Cardioverter/Defibrillator (ICD) unmittelbar am Herzen (interne elektrische Kardioversion) gesetzt werden. Bei der erfolgreichen Kardioversion kommt das Herz wieder in den Sinusrhythmus. Die Therapie ist sehr unangenehm und wird daher ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt.

Bei der Jahreskonferenz vom Cardiovascular Biology in Barcelona wurde ein neues Therapieverfahren vorgestellt. Es wurden optogenetische Techniken eingesetzt, um den Sinusknoten wieder in seinen Ausgangsrhythmus zu stellen. Die Optogenetik ist ein relativ neues Fachgebiet, das sich mit der Kontrolle von genetisch modifizierten Zellen mittels Licht beschäftigt.

Den Forschern ist es gelungen, depolarisierende Ionenkanäle in den autonomen Zellen des Sinusknotens zu induzieren, die durch Lichtstrahlen gesteuert werden können. Die Patienten sollten dann ein LED-haltiges Gerät in den Brustkorb nahe des Sinusknotens implantiert bekommen, der das Vorhofflimmern detektiert und daraufhin mittels Licht die Sinusknotenzellen zu de- und reaktivieren.

Die Methode ist schon laborreif und wird bei Mäusen getestet. Die Forscher berichten über eine komplette Eradikation der Herzrythmusstörungen. Die Optogenetik bietet heutzutage sehr innovative Ansätze an, die jedoch noch ein paar Jahre brauchen, um in der Klinik ein Fuß fassen zu können.