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Patientenanfragen zu Hausmitteln und anderem als antihypertensive Therapie

Im Ärzteblatt veröffentlicht wurde kürzlich ein Artikel über eine Studie der Cochrane Library, die in einer neuen Metaanalyse herausfinden konnte, dass der gemäßigte Konsum von Kakao den systolischen und diastolischen Blutdruck um einige Millimeter Quecksilbersäule zu senken imstande ist( https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51285 ). Anlass gab eine Beobachtung, dass eine Völkergruppe im Atlantischen Ozean vor Panama im hohen Alter nicht an arterieller Hypertonie erkrankt, solange sie ihre Heimat nicht verließen. Ursächlich fand sich ein hoher Kakaokonsum.

Für mich ist dieser Artikel der Grund, dass Thema Hausmittel gegen arterielle Hypertonie anzusprechen und einmal bei Ihnen nachzufragen, welche dieser Hausmittel zurzeit aktuell sind und von Ihren Patienten eingenommen werden. Mir bekannt durch Patientenanfragen sind die Einnahme von Schwarzkümmel, Pfefferminztee sowie Zwiebeln und Knoblauch als angebliche und vielfach verwendete Blutdrucksenker. Letzte Woche war ich mit der Frage konfrontiert, ob es sinnvoll sei, dreimal täglich Hagebutten- und Cranberry-Tee 3x zu trinken.

Dass der therapeutische Effekt fragwürdig ist, und hinter den Lebensstiländerungen sowie antihypertensiven Pharmaka zurücksteht, steht außerfrage. Aber der Konsum solcher Lebensmittel ist für die Patienten meist von außerordentlicher Relevanz und hat ja oft auch für uns im Praxisalltag Bedeutung, da wir uns mit den Anliegen und Fragen der Patienten auseinandersetzen. Mir fällt es oft schwer Patienten begreiflich zu machen, dass Lebensstiländerungen und Antihypertensiva die Basistherapie sind, und zusätzlich gerne mal eine Tasse Tee oder Knoblauchzehen konsumiert werden dürfen. Leider ist die Praxis dann aber oft anders herum.

Wie gehen Sie mit Anfragen dieser Art von Patienten um? Fürchten Sie negative Effekte durch z.B. zu viel Teekonsum? Haben Sie Ratschläge für das Erreichen einer höheren Patientencompliance?