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Morbus Crohn – junger Patient mit fulminantem Verlauf

Liebe Kollegen,

ich betreue seit kurzem hausärztlich einen 23-jährigen Mann mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn, dessen Patientengeschichte ich in einigen Sätzen wiedergeben möchte... Er stellte sich vor 5 Jahren erstmals bei seinem damaligen Hausarzt mit den typischen Crohn-Beschwerden, breiigem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und starkem Gewichtsverlust, vor. Die Diagnostik sicherte dann die Diagnose Morbus Crohn. Anfangs bewährte sich die Langzeittherapie mit Mesalazin. Vor zwei Jahren hatte er jedoch den ersten schweren akuten Schub, der mit Glukokortikoiden, Azathioprin und parenteraler Ernährung behandelt wurde. Leider konnte in seinem Heimatort keine Remission erreicht werden und der Patient bildete zusätzlich multiple Fisteln zur Bauchdecke periumbilikal aus. Stationär wurden diese Fisteln mit Bauchtüchern und –gurt abgedeckt, wodurch sich jedoch die umliegende Haut stark entzündete. Eine weitere Fistel in der Leistenregion konnte operativ behandelt werden, führte jedoch aufgrund schwerer Wundheilungsstörungen zur weiteren Verschlechterung des psychischen und physischen Allgemeinzustands des jungen Patienten. Eine Ärztin des Kreiskrankenhauses veranlasste schließlich die Verlegung an ein Universitätsklinikum. Dort konnten dann die Fisteln Ende letztes Jahres chirurgisch versorgt werden und mithilfe psychologischer Betreuung eine umfassende Verbesserung des Allgemeinzustands des 23-jährigen erreicht werden... Das Ileostoma des Patienten soll nun in einem weiteren Krankenhausaufenthalt entfernt werden.

Ich frage mich jedoch, wie wahrscheinlich es ist, dass die Remission mit Entfernung des Ileostomas weiterhin anhält und der Patient wieder normale Nahrung zu sich nehmen kann ohne jegliche Substitution? Schließlich wurde er über ein Jahr fast ausschließlich parenteral ernährt und hatte circa vier Monate das Ileostoma...

Gibt es möglicherweise bewährte Ernährungskonzepte, die Sie empfehlen können? Wie wichtig schätzen Sie eine fortlaufende psychologische Betreuung eines Crohn-Patienten ein?