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Tod durch epidurale Steroidinjektion - Meningitis-Epidemie in den USA

Durch die Medien grassiert seit dem Abend des 09.10. die Meldung über eine Meningitis-Epidemie, welche zahlreiche Menschen über das Gebiet der USA verteilt betrifft. Allen Betroffenen gemeinsam ist, dass sie epidurale Prednisoloninjektionen gegen chronische Schmerzzustände erhalten hatten. Diese Medikamentenchargen waren scheinbar mit einem Pilz verunreinigt, welcher mutmaßlich für die Meningitiden verantwortlich ist. Laut des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) seien bis zu 30.000 Patienten mit den verunreinigten Chargen behandelt worden. Bis dato sind 119 Meningitiden mit dem entsprechenden Pilz gemeldet und 11 Menschen an den Folgen der Meningitis verstorben, vgl. http://www.cdc.gov/HAI/outbreaks/meningitis.html . Neben den Fragen zu hygienischen Bedingungen in den pharmazeutischen Einrichtungen, die diese Fertiginjektionen produzieren, stellt sich die Frage nach Sinn oder Unsinn bzw. der Nutzen-Risiko-Erwägung einer Injektion mit Steroiden bei chronischen Schmerzzuständen. Dass eine solche Injektion ein potenzielles Infektionsrisiko darstellt, ist bekannt – als immunsuppressiver Wirkstoff kann das Steroid Erregerausbreitung begünstigen. Bekannt ist dies ja vor allem als Coxitis oder Gonitis. Weder ein eindeutiger Nutzen noch ein hohes Risiko gingen von den Injektionen aus; zu diesem Schluss kam zumindest die Cochrane Library in einer vergleichenden Arbeit ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19127161 ). Aber mit solch verheerenden Wirkungen wie derzeit in den USA rechnen dabei eher wenige Ärzte und Patienten. Sind Ihnen in der täglichen Praxis solche Fälle untergekommen? Sehen Sie den bedenkenlosen flächendeckenden Einsatz von Steroidinjektionen als problematisch an?