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Funktioniert die Blutegeltherapie wirklich?

Schon die alten Ägypter nutzten Blutegel für medizinische Zwecke. Heute verwenden viele Ärzte und Heilpraktiker die kleinen Tierchen, um beispielsweise Thrombosen zu vermeiden oder zur Entzündungshemmung bei rheumatischen Erkrankungen und Schmerzstillung beizutragen. Blutegel sind Parasiten, die über eine Wunde in der Haut ihrem Wirt Blut absaugen. Während dieses Prozesses gelangen Stoffe aus den Speicheldrüsenzellen des Egels in den Wirt. Allerdings war bisher unklar, um welche Art von Stoffen es sich hierbei handelt.

Jetzt ist es Wissenschaftlern der Universität Greifswald gelungen, die biologisch aktiven Stoffe aus den Speicheldrüsenzellen der Egel zu quantifizieren. Sie fanden zwanzig Speichelproteine, die eine Konzentration besitzen, in der eine Beeinflussung von Prozessen des menschlichen Körpers durchaus möglich ist. Es konnte gezeigt werden, dass der Egel während eines Saugaktes rund 1,2 mg Protein in die Wunde injiziert. Das bedeutet, es handelt sich um Konzentrationen von 3 bis 236 pmol/l Blut im menschlichen Körper. Die meisten dieser Proteine sind bisher unbekannt. Allerdings wurde in der Flüssigkeit auch der Thrombin-Inhibitor Hirudin entdeckt, der bereits als Antikoagulans verwendet wird und schon bei einer Konzentration von 1 pmol/l seine Wirkung entfaltet.

Liebe Kollegen, haben Sie schon positive Erfahrung mit Blutegeln gemacht? Was halten Sie davon – nun, da es einen Beweis gibt?