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Modebranche für Kodex gegen den Schlankheitswahn

Die deutsche Modebranche will die Bundesregierung im Kampf gegen Essstörungen unterstützen. Mode- und Modelverbände sicherten Bundesgesundheitsminsterin Ulla Schmidt deren Unterstützung zu.

Oliviero Toscani, italienischer Fotograf, sorgte bereits mit seinem „Skandalbild“ für Aufruhr, um auf Anorexia nervosa in der Modebranche aufmerksam zu machen.

Diese Bild polarisiert sehr. Wie empfinden sie dieses „Zur Schau stellen“ der Schwerkranken?

Anorexia nervosa und Bulimia nervosa sind natürlich komplexe Krankheitsbilder, die primär auf familiären Konstrukten basieren. Allerdings sind Models,wie auch Schauspielerinnen oft Vorbilder für junge Mädchen und Frauen, an die sie sich „binden“ können. Insofern haben wir eigentlich eine Verantwortung für junge Frauen wie auch für Models, die permanent in diesen Schlankheitswahn hineingepresst werden, um in der Modewelt bestehen zu können.

Ist das Eingreifen in die Modewelt der erste Schritt zur „Bekämpfung“ der Essstörungen? Oder ist es nur ein „Tropfen auf den heissen Stein“? Oder sollte die Aufklärung bereits den Schulen geschehen, mit dem vermehrten Angebot der psychiatrischen/psychotherapeutischen Begleitung der Teenager?

Meines Erachtens nach kommt in der Bevölkerung der Ernst einer solchen Erkrankung immer noch nicht richtig an. Als Therapeutin erfahre ich immer noch, wie Menschen anorektische Patienten als „oberflächliche Modepüppchen“ abstempeln.

Wahrscheinlich müsste man auch genau da ansetzen. Leider werden Familien- und auch Einzeltherapien immer noch zu wenig in Anspruch genommen, denn genau innerhalb der Familien entstehen schwerwiegende Essstörungen.

Ihre Meinung als Experten zu diesem Thema würde mich sehr interessieren.

Mit freundlichen Grüßen