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TSH-Suppression wirkt sich nachteilig auf das Herz aus

Überlebende eines Schilddrüsenkarzinoms versterben gehäuft in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dafür könnten niedrige TSH-Werte verantwortlich sein. Über 80% der Schilddrüsenkrebspatienten sind nach Resektion und Radiojodbehandlung 10 Jahre später noch am Leben. Jedoch sind sie zeitlebens auf eine TSH-Suppression mittles Thyroxin angewiesen. Das minimiert das Rezidivrisiko, birgt aber auch relevante Nebenwirkungen.

Das Team um Esther Klein Hesselink von der Universität Groningen in den Niederlanden beschrieb in diesem Zusammenhang prothrombotische Effekte, eine verminderte Elastizität der Gefäße sowie eine erhöhte Inzidenz von Vorhofflimmern unter Thyroxintherapie bei Schilddrüsenkrebspatienten. Hesselink und Team untersuchten auch etwaige Auswirkungen auf die Lebenserwartung bei 524 Patienten, die sich zwischen 1980 und 2010 in Gronigen einer Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms unterzogen. Die Kontrollgruppe bestand aus 1600 gleichalten krebsfreien Teilnehmern einer bereits stattgefundenen Populationsstudie.

Die Forscher beobachteten, dass die Krebspatienten um das 3- bis 4-fache öfter an an Herzinfarkt und Schlaganfall verstarben, als die Teilnehmer der krebsfreien Kontrollgruppe. Es konnte gezeigt werden, dass diejenigen Patientengruppen mit besonders niedrigen TSH-Werten (unter 0,02 mU/l), die höchsten Sterberaten bei gleichzeitig erhöhter kardiovaskulärer Mortalität aufwiesen. Die kardiovaskuläre Sterberate verdreifache sich in etwa bei Senkung des TSH-Wertes um eine Zehnerpotenz.

Mehr Informationen: http://jco.ascopubs.org/content/early/2013/10/07/JCO.2013.49.1043.abstract