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Wie sinnvoll sind Medikamente zur HIV-Prophylaxe?

Nach drei groß angelegten Studien (eine in den USA und zwei in Afrika) soll es nun bald zur Zulassung des antiretroviralen Medikaments Truvada als HIV-Prophylaxe-Medikament kommen.

Die Daten aus den Studien mit mehr als 8000 Menschen zeigen, dass durch die Einnahme von Truvada (Kombination der beiden Reverse Transkriptase-Hemmer Emtricitabin und Tenofovir) das Risiko für eine HIV-Infektion um mehr als die Hälfte gesenkt werden kann.

Ein halbes Risiko bleibt nur leider weiterhin ein Risiko. Im Endeffekt gibt man den Risikopatienten mit diesem Medikament ein trügerisches Sicherheitsgefühl, das sie eher dazu verleiten dürfte, waghalsiger zu leben. Damit würde sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit HIV eher erhöhen…

Den Kostenfaktor sollte man auch noch kurz ansprechen: in den USA würde diese Prophylaxetherapie etwa 1200 Dollar monatlich kosten. Das schütteln die Betroffenen bestimmt mal so eben aus dem Ärmel…

Ich habe außerdem einen Artikel aus dem Ärzteblatt gefunden, der letztes Jahr noch von der schlechten Wirkung der Prophylaxe bei Frauen berichtet. ( http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45536 ) Deswegen wurde die Studie sogar abgebrochen…

In der Packungsbeilage wird aber vermutlich nichts von wegen "wirkt nur bei Männern" zu finden sein.

Liebe Kollegen, halten sie diesen Weg der HIV-Prophylaxe für sinnvoll? Hilft er eher mehr oder eher weniger, um die Neuinfektionsrate zu minimieren?