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Fäkaltransplantation gegen C. difficile

Infektionen mit C. difficile sind zu Recht gefürchtet. Sie entstehen meist als Folge einer Antibiotikatherapie und müssen selbst groteskerweise wieder mit Antibiotika behandelt werden. Mittel der Wahl ist hier Vancomycin, das allerdings nur in 60 Prozent der Fälle eine Ausheilung erzielen kann. Ich behandle gerade eine Patientin, die zu den 40% gehört, bei denen Vancomycin nicht zu helfen scheint.

Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf eine äußerst ungewöhnliche Behandlungsmehtode gestoßen: Im New England Journal of Medicine ist gerade eine Studie darüber veröffentlicht wurden: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1205037#t=articleTop

Diese belegt, dass eine Transplantation von Faeces gesunder Spender den Darm bei C. difficile-Infektionen sanieren kann und die Diarrhö häufiger zur Ausheilung bringt als eine Vancomycin-Therapie. Bei der Vorstellung einer nasoduodenale Sonde, durch die eine Faeceslösung läuft, wird wohl nicht nur bei mir das natürliche Ekelgefühl geweckt. Allerdings scheint es eine hervorragende Wirkung zu erzielen. So war es bei 13 von 16 Patienten (81 Prozent) nach der ersten Fäkal-Transplantation zu einer Ausheilung der Diarrhö gekommen. Bei zwei der übrigen drei Patienten gelang dies nach einer zweiten Fäkal-Transplantation. Unter der Vancomycintherapie erholten sich dagegen nur 4 von 13 Patienten (31 Prozent).

Liebe Kollegen, glauben Sie, dass sich diese ungewöhnliche Therapieform etablieren kann? Ist dies ein Option, die sie ihren Patienten anbieten würden?

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53064/Faekal-Transplantation-heilt-C-difficile-Infektion