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Autismus und die (ungesunde) Darmflora

Ich habe neulich eine sehr spannende Dokumentation über Autismus gesehen ( http://www.youtube.com/watch?v=zwdmg8pw63s )

In dieser Doku geht es um den Zusammenhang zwischen Autismus und einer ungesunden Darmflora. Ein Thema, das mir bis dahin seltsamerweise noch nie zu Ohren gekommen ist. Die Theorie dahinter: In den ersten drei Lebensjahren baut sich die Darmflora eines Kindes üblicherweise auf. Parallel dazu entwickelt sich der gesamte neurologische Apparat. Diese Prozesse scheinen Einfluss aufeinander zu nehmen. Es könnte also sein, dass Bakterien im Darm Substanzen produzieren, die für die geistige Entwicklung förderlich sind, oder eben neurotoxisch wirken.

Interessanterweise wurden viele der autistischen Kinder in der Doku nicht mit Autismus geboren, sondern entwickelten diesen erst nach einer länger andauernden Antibiotikatherapie, die bekanntlicherweise die gesunde Darmflora zerstören kann. Mütter von autistischen Kindern berichten häufig von starken Verdauungsstörungen bei ihren Kindern und ungewöhnlich oft werden bei diesen Kindern Erreger wie Clostridien im Darm gefunden. Besonders eindrucksvoll finde ich den Beitrag einer Mutter, die ihr autistisches Kind mit der Kamera aufgezeichnet hat. Diesem Kind wurde 8 Wochen mit Vancomycin behandelt, das spezifisch gegen Clostridien wirkt. Daraufhin verschwanden die autistischen Anzeichen. Es fing an sich der Umwelt zu öffnen und zu sprechen. Der Fußspitzengang ging verloren. Mit Absetzen der Antibiotikatherapie kam der Autismus leider zurück. Trotzdem sind das verblüffende Ergebnisse, auf denen man aufbauen könnte.

Was meinen die lieben Kollegen: Sollte man mit der Antibiotikagabe im frühen Kindesalter etwas zurückhaltender sein? Und könnte man möglicherweise mit dem Einsatz von Probiotika dem Entstehen von Autismus vorbeugen oder ihn zumindest lindern?