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Der Placebobooster

Oxytocin ist vor allem als das sogenannte Bindungshormon bekannt. Seine Ausschüttung ist entscheidend für die Vertrauensentwicklung zwischen Mutter und Kind, aber auch zwischen Liebespaaren. Oxytocin könnte aber noch einen interessanten Nebeneffekt haben. An der Universität Duisburg-Essen wurde in einer Studie gerade die potenzielle Wirkverstärkung dieses Hormons auf den Placeboeffekt untersucht. 80 männliche Probanden wurde dabei entweder ein Nasensspray mit Oxytocin oder mit Salzlösung verabreicht. Folgend wurde den Männern an zwei separaten Stellen eine wirkungslose Salbe aufgetragen. Der betreuende Arzt behauptete aber, dass sich an einer Stelle eine schmerzstillende Salbe befände.

Beide Stellen wurden anschließend mit Hitze gereizt. Die Probanden mussten zeitgleich die Schmerzintensität bewerten (anhand einer Visuellen Analogskala). Der Schmerz wurde an jener Stelle als geringer beschrieben, an der die angeblich schmerzlindernde Salbe appliziert wurde (49 gegenüber 59 von 100 Punkten). Dieser Placeboeffekt fiel in der Gruppe die Oxytocin erhalten atte noch deutlicher aus. Die Differenz der Schmerzintensitäten der beiden Untersuchungspunkte betrug hier 12 Punkte im Gegensatz zur Gruppe mit Salzlösung mit lediglich 7 Punkten Unterschied. (Originalpaper: http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1758733&resultClick;=3 )

Wäre dies nicht eine Option die Therapie mit Placebos sinnvoll zu erweitern?