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Die Utopie der neutralen Fortbildung?

Die Berliner Ärztekammer hat ein Verfahren gegen ein Seminar zum Thema „Ejaculatio praecox“ eingeleitet. Den Teilnehmern sollen die CME-Punkte wieder entzogen werden. Der Grund sei der eindeutig spürbare Einfluss des Sponsors Berlin-Chemie auf die Inhalte des Vortrags.

Etwa 60 bis 70 Prozent der medizinischen Fortbildungsveranstaltungen werden von der Industrie finanziert, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Onkologie (DGHO). Eine Mezi-Schätzung (Organistation:"Mein Essen zahle ich selbst") geht sogar von über 90 % der Veranstaltungen aus. An sich ist das nicht verboten und kann auch als freiwilliger Ablass der Industrie an den medizinischen Fortbildungsbereich verstanden werden. Und das aus gutem Grund: der Staat lehnt die Förderung und Subvention von ärztlicher Fortbildung kategorisch ab. Dass die Pharmaindustrie, die jährlich riesige Gewinne zeitigt, hier einspringt, scheint nur recht und billig.

Dennoch müssen Seminare "frei von wirtschaftlichen Interessen" sein, heißt es in der Berufsordnung. In der Realität zeigt sich aber immer wieder, dass die gewünschte Trennung zwischen Marketing und Aufklärung schwieriger ist, als gedacht. Produktnamen dürfen in der Fortbildung nicht genannt werden. Dennoch gab und gibt es immer auch subtilere Wege der Werbung für Medikamente und Hersteller. Berlin-Chemie war hier offenbar besonders dreist: nicht nur war die plötzliche Publizität des "Problems" hauptsächlich Fabrikation der Marketingabteilung von Berlin-Chemie - vergleiche dazu auch folgenden Beitrag: http://www.esanum.de/beitrag/die-aufkl-rungskampagne-gegen-vorzeitigen-samenerguss/9911 - sogar die Materialien der Fortbildung kamen direkt aus dem Pharmaunternehmen in Berlin.

Liebe Kollegen, empfinden Sie die Fortbildungen, die Sie besuchen als unstatthaft im Sinne des Werbeverbots? Suchen Sie ihre Fortbildungen gezielt aus? Und wenn dann unter welchen Kriterien?

Mehr zum Thema auch hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/aerzte-fordern-ende-des-sponsorings-durch-pharmahersteller-a-937400.html