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Endoskopieassistiertes Midfacelift - Differentielle Indikationen zur Rejuvenation im mittleren Alter

Zu den ersten frühen Stigmata des alternden Gesichts gehört zunächst viel mehr eine Ptose der Weichteile (Wangenfett, Suborbicularisfett-SOOF, Bichat-Körper) denn ein Hautüberschuß. Dies geht einher mit einem Tonusverlust des M. orbicularis occuli und Tränenringen (durch den Orbitalfettkörperprolaps) sowie Volumenverlusten des Skeletts. Die ovale wird zur rechteckign Gesichtsform. Die Prominent der Wangen- und Jochbeinregion nehmen ab. Die nach unten gesunkenen Fettkörper stauen sich zu Nasolabialfalten und „Hängebäckchen“.

Traditionelle resezierende Standard-Facelift-Techniken ergeben vor allem bei älteren Patient(inn)en mit gleichzeitigem Hautüberschuß exzellente Ergebnisse zur Korrektur des Halses und der Unterkieferkontur.

Die bleibende Contourierung der Zone zwischen Orbita und Kieferborgen wurde durch die Techniken der Präparation des superfiziellen muskuloaponeurotischen Systems (SMAS, intermediäre Lamelle) erheblich verbessert, beruhen aber immer noch im Wesentlichen auf einer zweidimensionalen Weiteilverschiebung.

Auf der Grundlage klassischer Zugänge der kraniofazialen Chirurgie wurden zunächst subperiostale Facelifttechniken zur Anhebung und dreidimensionalen Straffung der abgesunkenen Weichteile entwickelt. Durch den Einsatz der Endoskopie kann diese Präparation praktisch ohne sichtbare Narben eine sehr effektive und individuell variierbare Verjüngung des Mittelgesichts erreichen. Zwar kann das superiostale Midfacelift auch alleine durchgeführt werden. In den meisten Fällen wird es aber mit einem Endoforehead-Lift als weitere Komponente kombiniert. Typischerweise erfolgt der Eingriff durch verborgene 2 cm lange temporale Schnitte in der behaarten Kopfhaut sowie in der Mundschleimhaut des oberen buccalen Sulkus im Mundvorhof hinter der Oberlippe. Zusätzliche Unterlidzugänge im Rahmen einer gleichzeitigen Blepharoplastik werden eher vermieden: Durch die Oralen Zugänge kann auch der endoskopie-assistierte Arcus-marginalis-Release mit Ausbreitung der Fettkörper über den Orbitarand erfolgen. Zusätzlich kommt es durch die Anhebung des ptotischen Wangenfetts zur Auffüllung von Tränenrinnen am Orbitarand von kaudal. Die eigentliche Präparation von intraoral erfolgt dann teilweise unter direkter Sicht und teilweise mit dem Endoskop, wobei direkt zwischen dem Periost und Maxilla, Jochbein und Periorbita die Weichteile je nach Befund individuell en bloc mobilisiert werden.

Durch die Verbindung der intraoral-prämaxillären, der temporalen und ggf. frontalen Dissektionsebenen können die Mittelgesichts-Weichteile insgesamt wieder in ihre jugendliche Position gebracht und fixiert werden. Da diese Präparation in einer weitgehend gefäßfreien Schicht erfolgt, sind Hämatome und Schwellungen relativ gering und kurzzeitiger als bei „klassischen“ Facelifts. Typischerweise können Patienten problemlos nach spätestens zwei Wochen wieder ihren normalen Gewohnheiten nachgehen. Motorisch ist theoretisch lediglich der Ramus frontalis des Nervus Fazialis gefährdet, aber bei korrekter Subtemporoparietalfaszienpräparation sicher vermeidbar. Die sensiblen Trigeminus-Äste supra- und infraorbital sind unter dem Endoskop problemlos darstellbar.

Bis zu drei nichtresorbierbare Suspensionsnähte werden individuell an der Temporalismuskelfaszie fixiert: Der Bichat-Fettkörper wird zur volumetrischen autologen Jochbeinaugmentation angehoben und dies verringert gleichzeitig beginnende „Hängebäckchen“ (Jowls, Marionettenlinien). Das prämaxilläre Periost wird zur Behandlung der Nasolabialfalten und Volumenanhebung des Wangenfetts suspendiert. Die Aufhängung des Suborbicularis-oculi-Fetts (SOOF) trägt sowohl zur en bloc-Anhebung der Wange als auch zur Behandlung der Tränenringe und Blepharochalasis bei.

Im Gegensatz zu reinen „nichtinvasiven“ Fadensuspensionstechniken, bei denen die Weichteile ohne Präparation nur in zunehmendem Maße mit ihrem Abstand zum Schädel aufgehängt werden, beruht das subperiostale Lift auf der parallelen Verschiebung aller Weichteile (Periost, Fettgeweben, mimische Muskulatur, SMAS, Haut), welche in kurzer Zeit in der neuen Position bleibend fest wachsen und in ihre topographische Relation zueinander behalten. Erst die ausgedehnte anatomische Präparation erlaubt die skulpturierende Mobilisation und Neuverteilung der abgesunkenen Komponenten.

iDas praktisch narbenlose subperiostale Facelift (Endomidface und Endoforehead) ist insbesondere hervorragend geeignet für jüngere Patient(inn)en im Alter von etwa 35-50 Jahren. Die Voraussetzungen und Risiken für ein später eventuell durchzuführendes SMAS-Face-Necklift werden dadurch in keine Weise beeinträchtigt, da die Operation sich in einer Ebene bewegt, welche von den offenen hautresezierenden Straffungstechniken völlig getrennt ist,

Die Grenzen des Verfahrens sind klar ein deutlicher Hautüberschuß mit entsprechender Faltenbildung, ausgeprägte Jowls („Hängebäckchen“) und insbesondere die Erschlaffung des Halses mit Platysmasträngen und verstrichenem zervikomentalem Winkel, die durch das Endolift nicht zu behandeln sind.

Gesichtsverjüngungsoperationen müssen unbedingt die individuelle Anatomie und Wünsche der Patienten berücksichtigen: Die endoskopischen Facelifttechniken sollten unbedingt in diese Überlegungen insbesondere bei der wachsenden Zahl jüngerer Interessenten mit einbezogen werden und Teil der Ausbildung jedes ästhetischen Gesichtschirurgen sein. Diese Techniken sind sicher, komplikationsarm und für Patienten relativ wenig belastend. Es ist erstaunlich, dass gerade in der Plastischen Chirurgie Narben vermeidende endoskopieassistierte Methoden immer noch so wenig verbreitet sind. Zusätzlich erlaubt dieser Zugang als Alternative zum offenen oder transkonkunktivalen Zugang (http://www.lexerklinik.com/leistungen_plastische_chirurgie/lidstraffung.htm)auch eine Umverteilung des Orbitafetts bei Tränensäcken: einen Arcus-marginalis-Release.