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Neuartiges minimalinvasives Katheterverfahren bei Bluthochdruck

15% der Deutschen haben einen zu hohen Blutdruck, ein Umstand der maßgeblich durch hormonelle und neuronale Faktoren beeinflusst wird. Moderne OP-Verfahren rücken diesem Umstand mit renaler Denervation zu Leibe, einem minimalinvasiven Katheterverfahren mit einer 70%igen Aussicht auf Therapieerfolg.

Bei dem Eingriff wird ein steuerbarer Katheter mit Elektrodenspitze durch die Bauchschlagader bis zur Nierenarterie vorgebracht. Dort appliziert der Kardiologe mit der Elektrodenspitze an mehreren Stellen hochfrequente Energie und verödet durch die entstehende Hitze das Nervengeflecht an der Außenwand des Gefäßes. Diese "Denervation" schaltet die Verbindung zwischen Nierennervenfasern und Gehirn dauerhaft aus und damit auch jene neuronalen Überaktivitäten, die Bluthochdruck verursachen können. Die Nieren selbst bleiben unversehrt.

Also die Allzwecklösung für alle Blutdruckpatienten? Prof. Dr. Joachim Weil, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie an den Sana Kliniken Lübeck, erklärt dazu: "Das Verfahren ist nur für Patienten sinnvoll, die eine therapieresistente Hypertonie haben, deren Blutdruck also trotz der Einnahme von drei oder mehr unterschiedlichen Medikamenten konstant über 160 mmHg liegt."

Sorgfältige Untersuchungen sollten dem Eingriff laut Weil vorausgehen, da vorher die Bluthochdruckursache genau zu klären ist – ist beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion ursächlich, sollte logischerweise diese therapiert werden.

Ebenso kann der Eingriff individuell unterschiedlichste körperkiche Reaktionen triggern, weshalb bisher eine Eingrenzung auf Problempatienten angeraten ist, bei denen andere Therapiewege versagt haben.

Nach dem Eingriff stellt sich der Effekt auf den Blutdruck erst nach ca. ein bis drei Monaten ein, die Senkung ist ebenso individuell unterschiedlich, im Schnitt ca. 25 mmHg. Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg ist allerdings eine weitergehende medikamentöse Therapie und ein bewusster Lebensstil, der bekannte Risikofaktoren für Bluthochdruck (Rauchen, Alkohol, Salz) weitgehend ausschaltet.

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