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Essenzielle Aminosäuren für Ihre COPD-Patienten

Liebe Kollegen,

bekanntermaßen tritt bei COPD in 20 bis 60 Prozent der Fälle eine Mangel- oder Fehlernährung auf, die im Übrigen auch bei Normalgewicht vorliegen kann, bedingt vor allem durch erhöhte Atemarbeit und krankheitsbedingte metabolische Prozesse – ein Wasting-Syndrom kann die Folge sein und damit vor allem ein stetiger Verlust lebenswichtiger Muskelmasse.

Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen der Atemwege oder allergische Reaktionen, was die Erkrankung zusätzlich verkomplizieren kann. Ebenso wird die Abwehrkraft der Lunge durch Mangelernährung herabgesetzt, denn die Fresszellen in den Lungenbläschen, welche eingedrungene Fremdstoffe zerstören, sind dann weniger aktiv.

Um dem oxidativen Stress vorzubeugen muss grundsätzlich eine Zufuhr von Antioxidantien wie Vitamin C, Beta-Karotin, Vitamin E, Lykopen und Selen sichergestellt sein.

Der gewichtsbedingte Verlust von Muskelmasse führt jedoch vor allem zu einem vermehrten Abbau essenzieller Aminosäuren. Da diese essenziellen Aminosäuren normalerweise der Energiegewinnung dienen, kann der Gewichtsverlust sich gravierend beschleunigen. <

Vorbeugend kann es für COPD-Patienten daher sinnvoll sein, täglich ca. 8 Gramm essenzieller Aminosäuren einzunehmen (siehe auch//www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=1475&nodeid;=18)

Eine kurze Auflistung essentieller Aminosäuren und ihre Eigenschaften für Ihre Patienten:

Isoleucin kann dem zentralen Nervensystem verschiedene Botenstoffe liefern. Zudem ist Isoleucin entscheidend für den Muskelaufbau. Lebensmittel, die eine erhöhte Konzentration von Isoleucin aufweisen sind Cashewkerne, Erdnüsse, Linsen, Erbsen, Rindfleisch, Hühnchen, Garnelen sowie Käse.

Valin hat die Aufgabe den Blutzucker im Körper zu regulieren sowie diverse Botenstoffe an das Gehirn zu transportieren. Außerdem unterstützt sowie stärkt Valin das Immunsystem. Lebensmittel, die verstärkt Valin beinhalten sind Dinkelmehl, Haferflocken, Thunfisch, Hefe, Eier, Käse, Hühnchen.

Methionin ist am direkten Aufbau von Eiweißen im Körper beteiligt, sowie vorbeugend gegen Harnwegsinfektionen. Methionin ist in Paranüssen, Fisch, Leber sowie Eiern enthalten.

Leucin: Ebenfalls am Muskelaufbau beteiligt, Lebensmittel mit erhöhter Konzentration an Leucin sind: Erdnüsse, Mandeln, Sojabohnen, Erbsen, Käse, Thunfisch, Hühnerbrust sowie Rinderleber.

Für den Wandel im Körper verantwortlich: mit der Aminosäure Tryptopha kann der Körper das Glückshormon Serotonin sowie das Schlafhormon Melatonin herstellen. Zudem ist Tryptophan wichtig für die Funktion der Leber. Zu finden ist es beispielsweise in Karotten, Tomaten, Bananen sowie Spinat. Die Aminosäure Lysinist für den Erhalt des Binde- sowie Muskelgewebes zuständig. In der Synthese entsteht aus Lysin Carnitin, was besonders gerne zum Abnehmen sowie zum Muskelaufbau eingesetzt wird. Lebensmittel, wie etwa Bohnen, Orangen, Mandarinen sowie Sellerie enthalten Lysin.

Phenylalin kann die Bildung von Blutkörperchen (sowohl weiße als auch rote) unterstützen sowie zur Nierenfunktion dienen. Soja, Schweinefleisch, Lachs, Eier, Kürbiskerne sowie Kuhmilch enthalten eine größere Menge von Phenylalin. Threonin kann vom Körper zu Glycin umgewandelt werden, welches die Nerven beruhigen kann. Zudem wirkt Threonin unterstützend beim Aufbau der Knochen sowie bei der Bildung von Antikörpern, um das Immunsystem zu kräftigen. Threonin ist beispielsweise in den folgenden Lebensmitteln enthalten: Papaya, Karotten, Blattspinat.

Mehr Informationen bei ww.lungeninformationsdienst.de/therapie/leben-mit-krankheit/ernaehrung/index.html#c38169