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Entzündliche Darmflora schuld an Darmkrebs

Dass chronische Entzündungen der Darmmucosa bei der Pathogenese von Tumoren eine Rolle spielen, ist bereits bekannt. Doch nicht nur die Entzündung selbst scheint das Problem zu sein, sondern auch eine veränderte Darmflora zeigt im Mausmodell eine starke Korrelation mit der Krebsentstehung. Um dies genauer zu untersuchen, haben Forscher um Patrick Schloss von der Universität von Michigan in Ann Arbor Mäuse zunächst mit Dextransulfat gefüttert, um eine Entzündung des Darmes zu triggern. Daraufhin wurde den Tieren Azoxymethan intraperitoneal verabreicht, ein Kanzerogen, welches in den Versuchstieren Krebs entstehen ließ. Die Darmflora dieser Mäuse unterschied sich daraufhin deutlich von der gesunder Mäuse (mehr Bacteroides, Odoribacter und Akkermansia-Genera, weniger aus den Familien der Prevotellaceae und Porphyromonadaceae). Interessanterweise entwickelten Mäuse nach vorheriger Antibiose weniger Darmkrebs.

Nach diesen Erkenntnissen verabreichten sie keimfrei gezüchteten Mäuse die Darmbakterien ihrer an Krebs erkrankten Artgenossen. Dabei konnte eine deutliche Risikosteigerung für Darmkrebs beobachtet werden, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, welche nach ebenfalls keimfreier Zucht, die Bakterien gesunder Mäuse erhielt.

Auf diesem Gebiet gibt es wohl noch immer viel zu lernen und unsere guten Kommensalen scheinen unserem Körper doch mehr zu beeinflussen, als wir es ihnen zutrauen würden. Was machen Sie daraus? Hat vielleicht jemand klinische Erfahrungen mit der Korrelation von Darmflora und Darmskrebs beim Menschen?