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Dysphagie bei Z.n. multiplen Karzinomen

Wir haben letzte Woche eine 63-jährige Frau stationär aufgenommen. Sie berichtete von monatelangen Schluckbeschwerden mit sporadischem Druckgefühl retrosternal und anschließender Regurgitation. Nachdem sie nun auch weiche, klein geschnittene Nahrung nicht mehr schlucken konnte, kam sie zu uns in die Rettungsstelle. Vor circa zehn Jahren wurde sie auf ein Mammakarzinom erfolgreich behandelt und vor zwei Jahren musste eine Tonsillektomie mit Lymphadenektomie und Bestrahlung aufgrund eines Tonsillen-CA durchgeführt werden. Der erste Verdacht war natürlich eine typische Dysphagie nach Bestrahlung...

Bei der endoskopischen Untersuchung des Ösophagus konnte eine starke Einengung im mittleren Drittel ohne Epithelveränderung beobachtet werden. Wir haben natürlich auch biopsiert und das Ergebnis der Immunhistochemie erstaunte uns.

Es konnten im Biopsat circa 40% Östrogenrezeptoren nachgewiesen werden... Es handelt sich somit wahrscheinlich um Metastasen des vorausgegangenen Mammakarzinoms. Ich möchte mir derzeit noch gar nicht vorstellen, wie das Mediastinum und die Lunge bereits metastasiert sein müssen, wenn sich die Symptomatik bereits am Ösophagus zeigt.

Wie konnte diese Metastasierung während der letzten Jahre scheinbar rezidivfreier Zeit unentdeckt bleiben? Wie sieht die Prognose Ihrer Meinung nach aus?