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Wie die Konzentration von Dopamin den Placebo-Effekt beeinflusst

Die Gruppe von Kathryn Hall aus Boston hat eine Genvariante der COMT identifizieren können, die sie in einen Zusammenhang mit dem Placebo-Effekt bringen konnte.

Die Mutation, die zum Austausch der Aminosäure Valin nach Methionin an Position 158 führt, setzt die Wirkung der Catechol-O-Methyltransferase (COMT) herab. Dieses Enzym dient dem Abbau von Katecholaminen und der beschriebene „val158met“-Polymorphismus bewirkt somit eine indirekte Erhöhung der Dopaminkonzentration im Frontalhirn.

Die Studie von Hall hatte drei Arme: In Ersten wurden die Patienten in der Warteliste auf eine spätere Behandlung vertröstet. Im zweiten Arm wurde eine Scheinakupunktur in einer neutralen Atmosphäre („limited interaction“) durchgeführt. In der dritten Studie hatten sich die Therapeuten um die warme, empathische und vertrauliche Atmosphäre der traditionellen chinesischen Medizin bemüht („augmented interaction“). Aber auch hier wurde nur eine Scheinakupunktur durchgeführt.

Der Placebo-Effekt stieg erwartungsgemäß von Arm 1 bis Arm3 an.

Die anteilmäßig stärkste Wirkung erzielten aber Teilnehmer mit dem met/met-Genotyp, gefolgt vom val/met-Genotyp und dem val/val-Genotyp.

Die Erforschung des Placebo-Effekts steckt noch in den Kinderschuhen, weist aber sehr großes Potenzial auf.

Könnten sie sich beispielsweise vorstellen, den Placebo-Typ ihrer Patienten zu kennen und sie dementsprechend zu behandeln?

Sehr spannend ist dieses Thema natürlich für die Pharmaindustrie. In klinischen Studien könnte so der Placebo-Effekt so weit als möglich minimiert werden (nur Wildtyp-Patienten werden eingeschlossen).

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52142/Gen-bestimmt-Placebowirkung