esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Pädiatrie: Ärztliches Bauchgefühl zur Einschätzung des klinischen Zustandes

Gerade in der Pädiatrie ist die Einschätzung des Schweregrades einer Erkrankung nach Gefühl und klinischem Bild sehr schwierig. Eine aktuelle Studie hat im Zeitraum des Jahres 2004 rund 4000 Kinder und Jugendliche bei Arztkonsultation erfasst. Zusätzlich zu den fallgemäßen diagnostischen Maßnahmen wurden das Bauchgefühl, also eine klinische Einschätzung des Arztes, notiert. Im Anschluss wurde der weitere Verlauf der Fälle untersucht – eine schwere Infektion lag dann definitionsgemäß vor, sobald das Kind innerhalb von 24h nach Erstkonsultation stationär eingewiesen wurde. Die Ergebnisse bestätigten die Schwierigkeiten des ärztlichen Bauchgefühls: Von allen Fällen wurden ärztlicherseits 46 Patienten als potentiell schwer krank eingeschätzt – lediglich 2 Fälle wurden hierbei positiv eingeschätzt. 44 mal lag also eine unkorrekte Einschätzung nach ärztlichem Gefühl vor. In der Gruppe der initial als nicht schwerwiegend eingeschätzten Fälle ergaben sich im Nachhinein 6 schwere Infektionen, die also durch das Bauchgefühl nicht auffielen.(siehe auch: http://www.bmj.com/content/345/bmj.e6144 ) Dass ein Bauchgefühl keine verlässliche diagnostische Maßnahme ist, leuchtet ein – dennoch spielt diese Einschätzung keine untergeordnete Rolle. Die Ergebnisse implizieren, dass bei einer Einschätzung, die einen eher benignen Verlauf vermuten lässt, trotzdem Vorsicht geboten ist. Wie sehen Sie Ihr ärztliches Gespür zum Schweregrad der Erkrankungen und den nachträglich wirklichen Verläufen? Ziehen Sie Ihr Gefühl bei Therapieentscheidungen und Empfehlungen mit in Betracht?