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Medikamentendosen bei Kindern oft zu niedrig

Um Ihre Kinder nicht zu schädigen, reduzieren laut einer aktuellen Studie viele Eltern häufig eigenmächtig die Medikamentendosis. Dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen auch dosisunabhängig auftreten – sogar in therapeutisch unwirksamen Dosen – scheint Ihnen nicht bewusst.

In einer vom Robert-Koch-Institut initiierten Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wurden 17.000 Kinder und Jugendliche bzw. deren Eltern zum Verhalten bezüglich der Einnahme von Medikamenten in den letzten Wochen befragt. Gemeinsam mit dem RKI arbeiteten Erlanger Wissenschaftler im Anschluss an der Fragestellung, ob die Medikamente zulassungsgerecht eingenommen wurden. Im Gegensatz zu den bisher existierenden Verordnungsdaten konnte eine deutlich höhere Anzahl nicht zulassungskonform eingenommener Arzneien festgestellt werden.

Ein Drittel der Medikamente hatte gar keine Zulassung für Kinder – was erstmal nicht verwunderlich war, da bestimmte Medikamente trotz der alleinigen Zulassung für Erwachsene für Kinder nötig sind. Allerdings wurde mehr als die Hälfte dieser Medikamente in falschen oder zu geringen Dosen eingenommen. Berücksichtigt wurden sowohl verschreibungspflichtige als auch freie Medikamente.

Besonders bedenklich sei hierbei die Erkenntnis, dass jedes fünfte Antibiotikum bei Kindern in zu niedriger Dosierung verabreicht wird. Möglicherweise hat das auf den Krankheitsverlauf wenig Auswirkung, weil die Anwendung häufig nicht zwingend notwendig ist. Besorgniserregend ist aber die Gefahr der Resistenz-Entwicklung von Bakterien, die hierbei eine wichtige Rolle spielt und stark ansteigt. So werden Eltern, die eigentlich Ihre Kinder schützen wollten, eventuell das Gegenteil bewirken: Kein therapeutischer Effekt - dafür unerwünschte Wirkungen und eventuell sogar Resistenz-Entwicklungen, die dazu führen können, dass eine aktuell wirksame Therapie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr infrage kommt.

Liebe Kollegen, sind Sie mit diesem Problem schon einmal konfrontiert worden? Wie sollte man mit Eltern/Jugendlichen/Kindern umgehen, um gewissenhaft über die Folgen der Dosisreduktion aufzuklären?